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Stärken
- Solide Alltagstauglichkeit
- Sehr geräumig
- Langlebige Technik
Schwächen
- Rost ist ein ernstes Thema
- Schwaches Sicherheitsniveau
- Teils problematische Ersatzteilversorgung
Mazda 626 im Überblick
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Aktuelle Angebote zu Mazda 626

Mazda 626
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€ 2.700- 08/1998
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Der Mazda 626 im Markt-Check
Der Mazda 626 GF/GW war nie der extrovertierte Gegenentwurf zu Passat, Primera oder Mondeo. Genau darin lag seine Stärke. Er trat sachlich auf, war solide verarbeitet und bot jene Form von Alltagstauglichkeit, die man heute gern mit dem Begriff „ehrliches Auto“ beschreibt. Kurz, er war unauffällig, flott genug, günstig und bis heute für den kleinen Geldbeutel interessant.
Die letzte 626-Generation kam im April 1997 auf den Markt. Schrägheck und Stufenheck liefen intern als GF, der ab Januar 1998 angebotene Kombi als GW. Im Dezember 1999 erhielt die Limousinenfamilie ein Facelift, der Kombi folgte im Februar 2000. Gerade diese späteren Facelift-Modelle sind auf dem Markt heute die interessanteren Autos, weil sie optisch etwas frischer wirken und im Detail verbessert wurden.
Der ADAC beschreibt den 626 2.0 Exclusive ausdrücklich als „solide Modellreihe“, die durch hohe Alltagstauglichkeit und geringe Reparaturanfälligkeit überzeugt. Das trifft den Kern gut: Der 626 ist kein Liebhaberobjekt im klassischen Sinn, sondern eher ein Gebrauchsauto mit erstaunlich viel Substanz. Als Schrägheck bietet er 502 Liter Kofferraum, als Kombi legt er beim Nutzwert noch einmal spürbar zu. Genau deshalb ist der 626 heute vor allem dann spannend, wenn ein gepflegtes Exemplar mit nachvollziehbarer Historie auftaucht.
Technische Daten – der Mazda 626 (GF/GW) auf einen Blick
Tabelle anzeigen
| Merkmal | Daten / Fakten |
|---|---|
| Modell | Mazda 626 (GF/GW) |
| Generation | GF/GW (1997–2002) |
| Fahrzeugklasse | Mittelklasse |
| Karosserieform | Stufenheck, Schrägheck (GF) und Kombi (GW), jeweils 5 Sitzplätze |
| Crashtest-Wertung | keine moderne Euro-NCAP-Wertung der heute üblichen Art verfügbar; |
| Antrieb | Vorderradantrieb, Allradantrieb |
| Getriebe | 5-Gang-Schaltgetriebe, 4-Stufen-Automatik |
| Motoren | Benzin, Diesel |
| Leistung | 90 – 200 PS (je nach Variante) |
| 0–100 km/h | ca. 9,6 – 12,6 Sekunden (je nach Variante) |
| Höchstgeschwindigkeit | 180 – 220 km/h (je nach Variante) |
| Länge | 4.575 – 4.660 mm |
| Breite | 1.710 mm |
| Höhe | 1.430 – 1.515 mm |
| Radstand | 2.610 mm |
| Kofferraumvolumen | Schrägheck: 502 – 875 l, Kombi: 537 – 1.677 l |
| Leergewicht | ca. 1.245 – 1.535 kg (je nach Variante) |
| Verbrauch (kombiniert, NEFZ) | ca. 7,6 bis 8,8 l/100 km (je nach Variante) |
| CO₂-Emissionen | ca. 189 – 213 g/km |
| Abgasnorm | bis Euro 3 (je nach Variante) |
| Neupreis (damals) | späte 626-Modelle lagen je nach Variante grob zwischen rund 17.000 und 22.000 Euro |
Varianten
Der Mazda 626 der letzten Generation bot eine recht übersichtliche Palette an Motoren und Ausstattungen an.
1.9 (90/101 PS):
Der Einstieg. Solide, einfach, unaufgeregt, aber nicht die spannendste Wahl, wenn regelmäßig Autobahn oder viel Zuladung anstehen. Für entspannte Alltagsnutzung reicht er.
2.0 (115 PS):
Der Sweet Spot. Der 2.0 Exclusive verbindet genügend Leistung mit überschaubarem Verbrauch und ist wahrscheinlich die vernünftigste Wahl für Käufer, die den 626 wirklich im Alltag fahren wollen.
2.0 HP / 2.0 mit 136 PS:
Die etwas lebendigere Variante. Wer beim 626 nicht nur Vernunft, sondern auch eine Portion Leichtigkeit und Reserven sucht, landet oft hier. Gerade in der Ausstattung Sportive war dieser Motor besonders interessant.
2.5 V6:
Die emotionale Version. Heute selten, damals bereits klar oberhalb des Vernunftkerns positioniert. Für Liebhaber spannend, aber im Markt deutlich seltener und eher ein Auto für Menschen, die ganz bewusst die ungewöhnlichere 626-Spielart suchen.
2.0 Diesel (DiTD):
Als Langstrecken-Alternative gedacht, heute aber die heikelste Gebrauchtoption. Gerade hier sollte die Rückruf- und Servicehistorie sehr genau geprüft werden, weil es beim Diesel bekannte Themen rund um den Zahnriemen gab.
Karosserieformen GF/GW:
Das Schrägheck ist die pragmatische Allround-Lösung, das Stufenheck die klassischste Form und der Kombi GW der eigentliche Nutzwert-Star der Baureihe. Wer den 626 heute im Alltag bewegen will, landet nicht selten beim Kombi.
Zielgruppen – für wen ist der Mazda 626 geeignet?
Der Mazda 626 GF/GW ist das richtige Auto für Menschen, die einen alten Japaner nicht wegen Szene-Image, sondern wegen Substanz mögen. Er passt zu Fahrern, die ein ehrliches, robustes und angenehm unaufgeregtes Alltagsauto suchen, oder zu Liebhabern, die genau diese späten, oft unterschätzten Mittelklassemodelle bewusst sammeln.
Besonders gut passt der 626 zu Käufern, die selbst noch ein wenig Technikverständnis mitbringen und wissen, dass Zustand bei einem Auto dieser Altersklasse wichtiger ist als jedes Datenblatt. Weniger gut passt er zu Menschen, die moderne Sicherheits- und Komfortsysteme erwarten oder bei Rost und Ersatzteilthemen keine Kompromisse machen wollen.
Ist der Mazda 626 das richtige Auto für dich?
Tabelle anzeigen
| Dein Nutzungsprofil | Passt der Mazda 626? | Kurzfazit |
|---|---|---|
| Günstiger, ehrlicher Alltagsklassiker | 🟢 Sehr gut | Genau hier liegt die Stärke des 626: solide, unaufgeregt, praktisch. |
| Familie & viel Gepäck | 🟢 Gut | Vor allem der Kombi GW ist für sein Alter erstaunlich praktisch. |
| Lange Autobahnetappen | 🟡 Kommt drauf an | Mit dem 2.0 oder stärker gut machbar, aber Komfort- und Geräuschniveau sind nicht mit modernen Autos zu vergleichen. |
| Moderne Sicherheitsansprüche | 🔴 Eher nein | Airbags, ABS und Traktionskontrolle sind da, aber natürlich kein Vergleich zu heutigen Standards. |
| Sorgenfreier Kauf ohne Zustandsprüfung | 🔴 Nein | Rost und Wartungshistorie sind bei diesem Alter absolut kaufentscheidend. |
Alternativen
Die naheliegendste Alternative ist natürlich der Mazda6 als direkter Nachfolger. Wer eher innerhalb der Zeitgenossen sucht, schaut auf Nissan Primera, Ford Mondeo, Opel Vectra B oder den Audi 80/A4. Aus heutiger Sicht entscheidet hier weniger die Marke als vielmehr der Zustand des konkreten Fahrzeugs.
Fazit der AutoScout24-Redaktion
Der Mazda 626 GF/GW ist heute kein Kultauto im klassischen Sinn. Und genau das macht ihn so sympathisch. Er war nie laut, nie modisch und nie übertrieben. Stattdessen bot er genau das, was viele Mittelklassekäufer wollten: Platz, Solidität, Alltagstauglichkeit und einen gewissen japanischen Qualitätsruf.
Als Gebrauchter ist der 626 heute vor allem dann interessant, wenn ein gepflegtes Exemplar auftaucht. Dann bekommt man ein angenehm ehrliches Auto mit Nutzwert, besonders als Kombi. Wer dagegen einfach nur billig kaufen will und Rost, Wartung oder Rückrufstatus ignoriert, wird an einem 25 Jahre alten Mittelklassewagen kaum glücklich. Der 626 ist kein Blender, aber ein sehr respektabler Klassiker des Alltags.
Probleme und Rückrufe
Die Probleme sind mittlerweile im Griff. Es zählt deshalb bei jeder Kaufentscheidung: Zustand schlägt Ausstattung. Rost ist das K.O.-Kriterium für viele Mazda 626.
Aktuelle und häufige Rückrufe
Zündanlassschalter:
Das KBA führt für den Mazda 626 einen Rückruf vom 20.09.2016 mit der Rückrufnummer 5570. Betroffen waren Modelljahre von 1989 bis 2002. Hintergrund war Brandgefahr durch einen nicht spezifikationsgerechten Zündanlassschalter.
Zahnriemen beim Diesel:
Der ADAC listet für die Diesel-Varianten einen Rückruf aus April 2001. Anlass: Am Zahnriemen der Nockenwellensteuerung konnten Zähne ausbrechen, was zu Motorschäden führen konnte. Betroffen waren Dieselmodelle des 626 GF/GW aus den Modelljahren 1998 bis 1999.
Interessiert am Mazda 626
FAQ
Warum sieht der Mazda 626 dem Ford Telstar so ähnlich?
Ist der Mazda 626 heute noch ein empfehlenswertes Auto?
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