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Im Jahr 2005 wird der südkoreanische Hersteller Daewoo zur US-Marke Chevrolet


Während die japanische Autoindustrie in den 1970er Jahren auf Expansionskurs ging und ihre Produkte global zu vermarkten begann, setzte im Nachbarland Südkorea eine Entwicklung ein, die mit zeitlicher Verzögerung dem japanischen Beispiel folgte. Erst mit dem Beginn der 1990er Jahre wurden die preiswerten Autos von Herstellern wie Hyundai, Kia und Daewoo in der Kleinwagen- und Kompaktklasse in Europa eingeführt. Als ältester Autohersteller Südkoreas kooperierte das im Jahr 1937 gegründete Unternehmen Daewoo bei seiner Exportoffensive mit dem US-Hersteller General Motors (GM) und stellte als eines der ersten Europa-Modelle nach dem Kleinstwagen Daewoo Tico im Jahr 1995 den auf dem Opel Kadett basierenden Daewoo Nexia als Kompaktwagen vor. Mit dem von Daewoo selbst entwickelten Kleinwagen Matiz schafften die Südkoreaner drei Jahre darauf den Durchbruch auf den europäischen Märkten. Im Zuge der Konsolidierung der südkoreanischen Automobilindustrie Ende der 1990er Jahre verlor Daewoo jedoch seine Eigenständigkeit, und GM sicherte sich im Jahr 2002 die Mehrheit an dem Unternehmen. Ab dem Jahr 2005 wurde der Markenname Daewoo außerhalb Südkoreas schließlich aufgegeben und die Fahrzeuge aus südkoreanischer Produktion kamen weltweit unter der GM-Traditionsmarke Chevrolet in den Handel.


Mit Kleinwagen ist Daewoo seit 1991 auf den europäischen Märkten präsent


Mit dem Kleinstwagen Daewoo Tico, der im wesentlichen noch ein Nachbau des Suzuki Alto gewesen war, konnten die Südkoreaner ab dem Jahr 1991 insbesondere in den osteuropäischen Ländern bereits einen Markterfolg für sich verbuchen. Sein Nachfolger Daewoo Matiz trat ab dem Baujahr 1998 dann in einem neuen, italienischen Design an und wurde für Daewoo nun auch in Westeuropa zum Imageträger. Die zweite Generation des Daewoo Matiz rollte im Baujahr 2001 vom Band, bevor die Baureihe im Frühjahr 2010 zur Einführung einer neuen Fahrzeuggeneration in Chevrolet Spark umbenannt wurde. In der Kleinwagenklasse war Daewoo ab dem Baujahr 2004 zudem mit der Schräghecklimousine Daewoo Kalos vertreten, die ab 2005 bei der Neuausrichtung des GM-Unternehmens in Chevrolet Kalos umbenannt wurde und ein Jahr darauf als Chevrolet Aveo auch mit Stufenheck in Europa zu haben war.


Im Jahr 1994 wagt sich Daewoo in die Kompaktklasse vor


Der in Kooperation mit GM vom Opel Kadett abgeleitete Daewoo Nexia war im Jahr 1994 das erste Modell, mit dem sich die Südkoreaner in die europäische Kompaktklasse vorwagten. Abgelöst wurde der Nexia im Baujahr 1997 vom Daewoo Lanos, der seinerseits im Jahr 2004 durch den Daewoo Lacetti ersetzt wurde. Nach der Markenumbenennung wurde daraus der Chevrolet Lacetti, der als Stufenhecklimousine und Kombi unter eigenem Namen als Chevrolet Nubira und seit dem Jahr 2009 als Chevrolet Cruze vermarktet wurde. Erweitert wurde das Programm mit dem auf dem Nubira aufbauenden Kompaktvans Daewoo Rezzo, der ab dem Baujahr 2000 für acht Jahre im Programm blieb.


Die Modelle der Mittelklasse von Daewoo


Der ebenfalls aus der Kooperation mit GM entwickelte Daewoo Espero, der auf der Technik des Opel Ascona aufbaute, war im Baujahr 1995 die erste Limousine, die die Südkoreaner in der Mittelklasse für europäische Käufer anboten. Runderneuert kam das Modell im Jahr 1997 als Daewoo Leganza auf den Markt, bevor dieser 2002 vom noch einmal deutlich längeren Daewoo Evanda abgelöst wurde. Im Baujahr 2006 stellte GM den von Daewoo in Südkorea gebauten Nachfolger Chevrolet Epica als Nachfolgemodell vor.


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