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Peugeot 104

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Stärken

  • kompakte Dimensionen
  • niedrige Verbrauchswerte
  • überraschend hohe Zugkraft

Schwächen

  • minderwertige Blechqualität
  • emotionsloses Design
  • dürftige Sicherheitsausstattung

Peugeot 104: kompakter Alltagsbegleiter

Der Peugeot 104 ist ein zwischen 1972 und 1988 produzierter Kleinwagen, der sowohl mit seiner kompakten Größe als auch seiner Vielseitigkeit überzeugte. Er war als Limousine, Kombilimousine und Coupé erhältlich. Seine verbrauchsarmen Motoren, seine Wendigkeit und der faire Preis machten ihn aus. Weiterlesen

Interessiert am Peugeot 104

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Alternative Modelle

Gute Gründe

  • Ideal als günstiger Zweitwagen oder wendiges Stadtauto nutzbar.
  • Kleiner Oldtimer zu moderaten Gebrauchtwagenpreisen.
  • Besonders die Sondermodelle sind beliebte Sammlerstücke.
  • sehr niedriger Verbrauch

Daten

Motorisierung

Der leichte Peugeot 104 konnte, was seine blanken Motorwerte anging, vielleicht nicht mit den leistungsstarken Kombis konkurrieren. Allerdings überzeugte die Technik wie die Einzelradaufhängung vorne und hinten sowie das zukunftsweisende Fahrwerk seinerzeit die Käufer. Schließlich bewegte im Jahr 1973 die Energiekrise viele Menschen dazu, sich ein verbrauchsarmes Fahrzeug zuzulegen.

Folglich erfuhr der kleine Peugeot 104 mit seinem 1,0-Liter-Vierzylinder plötzlich große Aufmerksamkeit. Er leistete 45 PS und unterschied sich nur geringfügig vom Peugeot 204 – einem Fahrzeug der unteren Mittelklasse – bei gleichzeitig niedrigerem Verbrauch. Auf 100 Kilometer schluckte der Kleinwagen lediglich 6,5 Liter Benzin. Die Kraftumwandlung erfolgte typischerweise über ein manuelles Vier- oder Fünfgang-Schaltgetriebe sowie über Frontantrieb.

Darüber hinaus stand ein 1,1-Liter-Motor als Alternative bereit, der 53 PS auf die Straße brachte. In späteren Produktionsjahren kam ein weiterer Motor mit 1,4 Liter Hubraum dazu. Dieser leistete wahlweise 60, 72 oder 79 PS. Auch wenn der Peugeot 104 auf den ersten Blick nicht vor Kraft strotzte, hatte er ordentlich Power und zog Anhänger mit einem Gewicht von bis zu 900 Kilogramm. Für seine Fahrzeugklasse war das ein überraschend hoher Wert.

Abmessungen

In den Jahren seiner Produktion galt der Peugeot 104 als kleinster Viertürer Europas. Er maß 3,58 Meter in der Länge, 1,52 Meter in der Breite und 1,41 Meter in der Höhe. Schmale Gassen und enge Parklücken stellten für den eckigen Franzosen keine Hindernisse dar. Trotzdem verschaffte sein großzügiger Radstand von 2,42 Meter selbst im Fond Platz für zwei erwachsene Personen. Zwar waren die Rücksitze durch die eher knapp bemessene Tür mitunter nicht so leicht zu erreichen, die Kopffreiheit macht dies jedoch wieder wett.

Zur viertürigen Limousine des Peugeot 104 gesellte sich in den 70er-Jahren ein zweitüriges Coupé mit zwei oder vier Sitzen und kurzem Radstand. Zudem stieß noch eine fünftürige Kombilimousine zu den Karosserieversionen dazu. Im Schrägheck fand sich unter einer großen Kofferraumklappe Stauraum von 275 Litern. Durch Umklappen der Rücksitzbank erweiterte sich dieser auf 695 Liter. Da das Ersatzrad unter der Motorhaube lag und die Ladehöhe gering ausfiel, ließ sich der Kofferraum leicht und komplett beladen.

Daten und Abmessungen Peugeot 104
Bauzeit 1972 – 1988
Länge, Breite, Höhe 3,61 m x 1,52 m x 1,41 m
Radstand 2,42 m
Kofferraumvolumen 275 l / 695 l
Leergewicht 820 kg
Zulässiges Gesamtgewicht 1.140 kg
Hubraum 954 cm³
Drehmoment 63 Nm bei 3.000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 135 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h 19,3 s
Tankvolumen 40 l
Verbrauch 6,5 l/100 km (kombiniert)
CO2-Emissionen k. A.

Varianten

Im Laufe seiner Produktion vollzog der Hersteller fünf Facelifts am Peugeot 104. Während zu Beginn nur die viertürige Limousine zur Verfügung stand, erweiterte sich das Angebot zunächst mit dem Coupé 104 Z und dann mit der fünftürigen Kombilimousine. Zu den Ausstattungslinien zählten die sportlich abgestimmte S-Linie sowie die Linien GL, Gold, Jade und Grand Comfort. Eine prunkvolle Ausstattung suchten Käufer jedoch vergebens, der Peugeot 104 blieb innerlich und äußerlich minimalistisch.

Außerdem stand die sportliche Sonderserie ZS2 zum Verkauf, die auf 1.000 Exemplare limitiert war. Darüber hinaus produzierte Peugeot die Sondermodelle 104 C und ZS, die wiederum auf Basis der kleineren Dreitürer entstanden. Der 104 ZS Rallye war aufgrund seiner Spoiler und der Kotflügelverbreiterungen sowie der höheren Leistung beliebt. Unter dem Namen „Sundgau“ ging 1978 ein weiteres Sondermodell mit einer ebenfalls überschaubaren Stückzahl von 1.200 an den Start.

Preis

Ein neuer Peugeot 104 kostete seinerzeit umgerechnet zwischen 4.893 und 7.265 Euro. Auf dem heutigen Gebrauchtwagenmarkt finden sich nur noch wenige Peugeot 104, obwohl das Fahrzeug mittlerweile zu den Oldtimern zählt. Die Preise liegen bei maximal 5.000 Euro. Mit etwas Glück finden Sammler ein Sondermodell.

Darüber hinaus hält sich der Verbrauch in Grenzen und auch die Versicherung und die Steuer sind günstig. Aufgrund des hohen Alters und der anstehenden Werkstattaufenthalte erweist sich der Wagen jedoch als anfällig.

Design

Exterieur

Das Exterieur des Peugeot 104 bestach mit seinem schlichten Charme. Am auffälligsten waren die Reifen, die zum überschaubaren Gesamteindruck beitrugen. Nur das Sondermodell ZS2 bekam schicke Amil-Leichtmetallfelgen verpasst. Die Nase war flach und bestand aus zwei quadratischen Scheinwerfern, einem Kühlergrill, der mehrere Veränderungen durchlebte, und einem Stoßfänger aus dunklem Kunststoff.

Darüber hinaus zeichneten sich typische Designelemente der 70er- und 80er-Jahre ab: hohe Türen, die sich bis zum Dach zogen, gediegener Chromeinsatz und schmale Säulen. Erfreulicherweise boten die großen Scheiben viel Einsicht ins Innere und ließen das Fahrzeug dadurch noch leichter erscheinen.

Interieur

Das Cockpit des Peugeot 104 war aufgeräumt und übersichtlich. Die Kunststoffverkleidung fügte sich passend ins Gesamtbild und war gut verarbeitet. Während das Basismodell fast blank erschien, erhielt Käufer gegen einen Aufpreis noch ein Radio dazu. Eine rudimentäre Heizung leitete warme Luft über zwei Einlassdüsen in den Innenraum. Auffällig war, dass keine Mittelkonsole den Fußraum von Fahrer und Beifahrer unterteilte. Viele Ablagefächer schafften zudem enormen Stauraum in dem Kompaktwagen.

Sicherheit

Der Peugeot 104 macht bei der Sicherheit – zumindest laut ADAC – im Laufe seiner Produktion einen Rückschritt. Während der Test im Jahre 1977 noch ein mittelmäßiges Ergebnis erhielt, wurde der Kleinwagen 1981 nur mit einer ausreichenden Note bewertet. Die Tester hielten positiv fest, dass die Konturen im Innenraum glattflächig und größtenteils gepolstert waren, eine Sicherheitssäule vorhanden war und dass die verstellbaren Sicherheitsgurte zumindest befriedigend arbeiteten.

Nachteilig stellte sich hingegen heraus, dass eine Verbundglas-Frontscheibe sowie Kopfstützen nur gegen Aufpreis verfügbar waren. Außerdem lag der Tank im gefährlichen Heckdeformationsbereich. Des Weiteren erfüllten die Sicherheitsgurte 1981 die gestiegenen Anforderungen nicht mehr und galten deshalb als unzeitgemäß.

FAQ

Wie viele Peugeot 104 gingen vom Band?

Bis 1988 produzierte der Hersteller im französischen Mulhouse 1.624.992 Peugeot 104. Mittlerweile fahren nur noch wenige der Kleinwagen auf den Straßen.

Ist der Peugeot 104 immer noch der kleinste Viertürer Europas?

Nein, mittlerweile gibt es viele kleinere Fahrzeuge als den Peugeot 104. Der Hyundai i10 ist mit einer Länge von 3,56 Meter zum Beispiel rund 10 Zentimeter kürzer.

Alternativen

Aus dem 104 gingen der Peugeot 106 und der Peugeot 205 hervor. Während der 106 als Kleinstwagen eingestuft wird, erfüllt der 205 die Rolle des Kleinwagens. Der 106 wirkt zudem um einiges frischer als sein eckiger Vorgänger. Dennoch ist auch bei ihm die Sicherheitsausstattung unterdurchschnittlich. Etwas besser löst der Peugeot 205 das Sicherheitsproblem. Dieser weist zudem starke Motoren und eine breite Palette an Modellvarianten auf. Minimalistisch und günstig bleiben hingegen beide Fahrzeuge.

Wer nicht auf das eckige Design des Peugeot 104 verzichten möchte, der findet mit dem Citroën LN/LNA dieselbe Karosserie vor. Nur die runden Scheinwerfer und das Einspeichenlenkrad im Innenraum sowie in wenigen Teilen das Aggregat unterscheiden sich vom Schwestermodell. Anfangs arbeitete im LN ein Zweizylinder-Boxermotor unter der Motorhaube. Später ersetzte Citroën diesen durch den klassischen Peugeot-Motor.