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Citroen C15 - ein Kleinwagen mit Pfiff

Der Citroën C15 ist das Modell eines Personenwagens des französischen Automobilherstellers Citroen. Der auf dem Visa basierende Kastenwagen wurde 1984 präsentiert. Der Visa war das Modell eines Kleinwagens des französischen Kraftfahrzeugproduzenten, der von 1978 bis 1988 gefertigt wurde. Vorgesehen war, dass der Visa der moderne Nachfolger des 2CV werden sollte. Jedoch überschnitt sich die Fertigung beider Modelle.

Die Entwicklung des Citroen Visa

Der Visa, der designierte Nachfolger des 2CV, wurde Anfang der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts entwickelt. Der Wagen sollte ein moderneres Fahrwerk, stärkere Motoren und eine dem Citroën GS entsprechende Form der Karosserieform aufweisen. Citroen arbeitete bei der Entwicklung des Fahrzeugs mit Fiat zusammen. Der italienische Hersteller beabsichtigte einen Nachfolger für den Fiat 127 zu konzipieren. Nachdem Citroën nach wenig erfolgreichen Beteiligungen an Comotor und Maserati wirtschaftliche Probleme bekam und im Jahr 1974 von Peugeot übernommen wurde, wurde die Entscheidung getroffen, die Plattform des Peugeot 104 als Grundlage für das neue VD - Véhicule Diminuée - zu verwenden. Die geplante dreitürige Variante mit eigenständigem Design wurde verworfen. Anstelle dieses Wagens konnten Interessenten ab 1976 eine kaum modifizierte Variante des Peugeot 104 Z als Citroën LN erwerben.

Die Gestaltung der Karosserie des Visa basierte auf einem Citroën-Entwurf aus der Zeit vor der PSA-Zugehörigkeit. Aufgrund der gemeinsamen Plattform durfte dieser allerdings nicht verwirklicht werden. Die Konstruktionspläne wurden nach Rumänien verkauft und das ursprüngliche Fahrzeug wurde dort als Oltcit gefertigt. Dieser Wagen kam als Citroën Axel schließlich auch wieder nach Westeuropa zurück. Dieser hatte jedoch kein Bauteil mit dem Visa gemeinsam. Der Visa war mit einem modifizierten luftgekühlten Zwei-Zylinder-Boxermotor des Citroën 2CV mit 652 Kubikzentimeter ausgestattet, der eine leicht vergrößerte und mit Aluminium-Zylindern und elektronischer Zündung aufwies. Der 2CV war mit Antrieben mit maximal 602 Kubikzentimetern ausgerüstet. Die Markteinführung des Visa fand im September 1978 statt.

Der Citroen Visa litt anfangs wegen eines etwas gewöhnungsbedürftigen Designs - den breiten B-Säulen außen, dem Kunststoffkühlergrill, dem Einspeichenlenkrad und den Bedienungssatelliten innen - unter Absatzproblemen. Daher wurde schon 1981 ein umfassendes Facelift unter der Leitung des Karosseriebauers Heuliez vorgenommen. Hierdurch erhielt der Citroen Visa breite Kunststoffbeplankungen und eine konservativer gestaltete Frontpartie, die die ursprüngliche Form des Visa kaschieren sollten. Die Produktion des Visa endete im Oktober 1988.

Der C 15 als Variante des Citroen Visa

1984 wurde mit dem Citroën C15 ein Kastenwagen präsentiert, der auf dem Visa basierte. Bis zur B-Säule glich die Karosserie des Citroën C15 der des Visa. Der hintere Teil des Fahrzeugs war eine eigenständige Entwicklung. Der Radstand des Kastenwagens war verlängert. Nicht vom Visa kamen die Hinterradschwingen des Citroën C15, sie wurden vom Citroën BX übernommen und rollengelagert. Beim Citroën C15 war der Zweizylinder-Boxermotor nicht erhältlich, stattdessen gelangte der in Douvrin gefertigte kleine Vierzylinder des Peugeot 104 in den Handel. Ab 1987 wurden Ottomotoren mit Einspritzung - der 1,1i, der 1,4 E und der 1,4i - der TU-Baureihe und der 1,8 Liter große Diesel aus der XUD-Serie angeboten. Citroen ersetzte Letzteren beim Citroën C15 im Jahre 2000 durch den 1,9 Liter-Saugdiesel der DW-Baureihe, der als einzige Motorenvariante bis Ende 2005 erhältlich war.

Varianten des Citroen C15

Der Citroen C15 war ebenfalls in einer verglasten Ausgabe mit fünf Sitzplätzen als so genannter Familiale oder mit verlängertem Aufbau und einer zusätzlichen seitlichen Tür als so genannter Rallongé im der Angebotspalette. Da er auch offen ohne den Kasten auf den Markt gelangte, wurde das Fahrzeug auch mit verschiedenen Sonderaufbauten angeboten. Diese bestanden aus einigen Wohnmobilen, einer Allradvariante und einer sechsrädrigen Version, die allesamt über Citroën-Händler in den Vertrieb kamen.

Produktionsende des Citroen C15

Nach rund 1.800.000 gefertigten Einzelfahrzeugen endete im Dezember 2005 im Werk Vigo in Spanien die Herstellung des Citroën C15. In diesem Jahr wurde der Visa wie auch Citroen Citroën C15 ausschließlich mit dem 1,9 Liter-Dieselmotor in Frankreich und diversen anderen europäischen Ländern wie Belgien, der Schweiz, Italien und Spanien angeboten. Die einstige Basisversion dieses Fahrzeugtyps, der Visa, wurde vom Citroën C15 um 17 Jahre überlebt. Damit war der Citroën C15 mit einer ununterbrochenen Bauzeit von 21 Jahren eines der am längsten hergestellten Citroën-Modelle überhaupt.

Technische Daten Citroen C15

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick