Der Fiat Panda / Pandina auf einen Blick
- Karosserie: Kleinstwagen (A-Segment), 5-Türer, 4 bis 5 Sitzplätze
- Antriebe: Benzin (Mild-Hybrid), Gebraucht: 2-Zylinder-Turbo, Vierzylinder-Sauger, Erdgas (CNG), Diesel
- Getriebe: 5-Gang / 6-Gang-Schaltgetriebe (kein Automatikgetriebe beim aktuellen Modell verfügbar)
- Antrieb: Frontantrieb oder Allradantrieb (4x4, nur noch gebraucht)
- Kofferraum: 225 bis 870 Liter
- Garantie: 2 Jahre Fahrzeuggarantie
- Neuwagenpreis (Stand 05/2026): ab ca. 16.490 – 20.990 Euro (als "Pandina", zzgl. Überführung)
- Gebraucht ab: ca. 4.500 Euro
Was kannst du vom Fiat Panda erwarten?
Die dritte Generation des Fiat Panda (Typ 312) ist einer der langlebigsten Pkw auf dem europäischen Markt. Sein Design-Geheimnis nennt Fiat „Squircle“, ein Kunstwort aus Square + Circle, was für abgerundete Quadrate steht, die sich vom Tacho über das Lenkrad bis zu den Scheinwerfern überall wiederfinden. Mit nur knapp 3,65 Metern Länge ist er das ultimative Stadtauto, bietet aber dank der kastenförmigen Karosserie ein erstaunlich luftiges Raumgefühl auf den Vordersitzen. Um dieses Erfolgsmodell auch nach den neuesten EU-Sicherheitsnormen weiterbauen zu können, hat Fiat ihn 2024 umfassend digitalisiert, mit Assistenzsystemen aufgerüstet und ihn liebevoll „Pandina“ (kleiner Panda) getauft, der neben dem großen Elektro-Panda weiter im Programm bleibt.
AutoScout24-Expertenmeinung (Score 7,3/10)
Man muss den Panda einfach mögen. Ja, er ist nach über einem Jahrzehnt Bauzeit technisch kein Vorreiter mehr, aber er ist ehrlich, praktisch und erschwinglich. Das Fahrwerk ist komfortabel und schluckt Kopfsteinpflaster problemlos. Die Lenkung verfügt über den berühmten „City-Modus“, bei dem man das Lenkrad sprichwörtlich mit dem kleinen Finger drehen kann. Die neuen Assistenzsysteme und das digitale 7-Zoll-Cockpit im Pandina tun dem Oldie gut und machen ihn fit für die nächsten Jahre. Wer ein einfaches, zuverlässiges Pendlerauto sucht, ist hier goldrichtig.
AutoScout24-Kaufempfehlung
Bei den Neuwagen gibt es keine Qual der Wahl: Der 1.0-Liter GSE Mild-Hybrid mit 70 PS ist gesetzt und die einzige Option. Er ist quirlig, sehr sparsam mit rund 4,8 l/100 km und ideal für die Stadt. Auf dem Gebrauchtmarkt sieht die Sache anders aus: Wer in bergigen Regionen, auf dem Land oder im Schnee unterwegs ist, sollte unbedingt nach einem Fiat Panda 4x4 (mit dem 0.9 TwinAir 2-Zylinder-Turbo oder als 1.3 MultiJet Diesel) Ausschau halten. Diese kleinen Kletterkünstler lassen im leichten Gelände so manchen ausgewachsenen SUV alt aussehen.
Was ist neu beim Modell „Pandina“?
Da Fiat die Modellbezeichnung „Panda“ für eine komplett neue, größere (und elektrische) Baureihe nutzt, heißt der Klassiker fortan offiziell Fiat „Pandina“. Mit der Umbenennung hielt die Moderne Einzug: Zur Erfüllung der EU-Norm (GSR2) hat der Pandina nun serienmäßig einen Notbremsassistenten, Spurhalteassistenten, Verkehrszeichenerkennung und Müdigkeitswarner. Zudem blickt der Fahrer nun auf ein volldigitales 7-Zoll-Kombiinstrument und nutzt ein 7-Zoll-Touch-Infotainment mit Apple CarPlay und Android Auto. Das sympathische Panda-Gesicht blieb optisch jedoch nahezu unangetastet.
Die Alternativen zum Fiat Panda
Günstige Kleinstwagen mit fünf Türen sind selten geworden, doch es gibt noch starke Alternativen:
Preisübersicht
Stand Mai 2026 beginnt der neue Fiat Pandina in Deutschland bei etwa 16.490 Euro. Je nach Farbe und kleinen Ausstattungspaketen (wie z.B. dem „Cross“-Look) kann der Preis auf fast 21.000 Euro klettern. Ein Automatikgetriebe wird derzeit nicht angeboten. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist der Typ 312 ein echter Budget-Tipp: Gepflegte Modelle mit dem robusten 1.2-Liter-Vierzylinder sind bereits ab 4.500 Euro zu haben.
AutoScout24-Preisentwicklung
Normale Fiat Panda (Frontantrieb) haben einen typischen Wertverlust und sind gebraucht sehr günstig. Eine Ausnahmeerscheinung ist jedoch der Fiat Panda 4x4 bzw. der Panda Cross 4x4. Diese Modelle haben eine riesige Fangemeinde (z. B. Jäger, Förster, Hipster) und sind auf dem Gebrauchtmarkt extrem wertstabil. Hier zahlt man für gut erhaltene, acht Jahre alte Exemplare oft noch Preise jenseits der 12.000 Euro.
Motoren, Getriebe und Fahrleistungen
Aktuell wird der Pandina nur mit einem Antrieb angeboten, der Gebrauchtmarkt bietet jedoch eine breite Auswahl:
Aktuelles Modell (Typ 319, seit 2025):
- 1.0 GSE Mild-Hybrid: 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 12V-Riemen-Starter-Generator, 48 kW/65 PS, 92 Nm, 6-Gang-Schaltgetriebe, Frontantrieb.
Beliebte Gebrauchtwagen-Motoren (Typ 312):
- 1.2 8V (Fire): Vierzylinder-Saugbenziner, 69 PS (oft auch ab Werk als LPG/Autogas-Variante erhältlich), 5-Gang-Schaltgetriebe, Frontantrieb.
- 0.9 TwinAir: Zweizylinder-Turbobenziner, 85 oder 90 PS (auch als Erdgas/CNG mit 80 PS). 5-, 6-Gang-Schaltgetriebe, Frontantrieb und Allradantrieb.
1.3 16V MultiJet: Vierzylinder-Turbodiesel, 75 bis 95 PS. ). 5-Gang-Schaltgetriebe, Frontantrieb und Allradantrieb.
Energieverbrauch und CO2-Werte
Die offiziellen kombinierten WLTP-Werte (für den aktuellen Mild-Hybrid) bzw. NEFZ/WLTP für gebrauchte Modelle:
Fiat Panda: Verbrauch & CO₂-Emissionen
0-100-km/h-Werte
Die offiziellen Beschleunigungswerte lauten:
Fiat Panda: Beschleunigung (0–100 km/h)
Höchstgeschwindigkeit
Der aktuelle Mild-Hybrid reicht mit 164 km/h für gelegentliche Autobahnetappen völlig aus. Der ältere 1.2 Sauger schafft 164 km/h, während die 90-PS-TwinAir-Modelle bis zu 167 km/h schnell rennen.
Anhängelast und Nutzwert
Der kleine Fiat darf sogar leichte Anhänger ziehen:
Fiat Panda: Anhängelast (gebremst bei 12%)
Die ungebremste Anhängelast beläuft sich auf 400 kg.
Abmessungen, Innenraum und Kofferraum
Mit einer Länge von ca. 3,65 Metern (Cross-Modelle 3,70 m), 1,64 Metern Breite und 1,55 Metern Höhe ist der Panda ultrakompakt. Das aufrechte Sitzen schafft vorne viel Raumgefühl, hinten wird es für Personen über 1,80 Meter knapp an den Knien. Der Kofferraum schluckt übersichtliche 225 Liter (etwa zwei Wasserkästen). Legt man die Rücksitzlehne um (optional asymmetrisch geteilt), erweitert sich das Ladevolumen auf bis zu 870 Liter. Ein cleveres Detail: Bei vielen Modellen lässt sich die Beifahrersitzlehne komplett umklappen, was das Durchladen langer Gegenstände ermöglicht.
Infotainment und Technik
Viele Jahre gab es im Panda nur ein einfaches Radio und eine praktische Uconnect-Handyhalterung auf dem Armaturenbrett. Mit dem Update zum „Pandina“ blickt Fiat nach vorn: Ein neues 7-Zoll-TFT-Display hinter dem Lenkrad ersetzt die analogen "Squircle"-Uhren. In der Mittelkonsole thront ein 7-Zoll-Touchscreen, der DAB-Radio sowie drahtloses Apple CarPlay und Android Auto unterstützt. Die Bedienung der manuellen Klimaanlage oder Klimaautomatik erfolgt weiterhin über große, griffige Tasten – absolut vorbildlich!
Sicherheit und Assistenzsysteme
Das ist das wichtigste Kapitel des Pandina: Bei einem NCAP-Crashtest 2018 erhielt der alte Panda „0 Sterne“, da er nach den strengen neuen Regeln keine aktiven Assistenzsysteme wie etwa einen Notbremsassistent vorweisen konnte. Die Crashstruktur der Kabine war jedoch in Ordnung. Mit der Einführung des Pandina hat Fiat nachgerüstet: Ein autonomer Notbremsassistent, ein Spurhalteassistent, eine Verkehrszeichenerkennung, Einparksensoren hinten und ein Müdigkeitswarner sind nun serienmäßig an Bord.
Garantie und Wartung
Fiat gibt die übliche 2-jährige Neufahrzeuggarantie ohne Kilometerbegrenzung. Anschlussgarantien sind möglich. Die Wartungskosten für den Panda gehören branchenweit zu den niedrigsten, da die Ersatzteilpreise günstig und die Technik (speziell beim Mild-Hybrid und dem alten 1.2-Sauger) simpel zu reparieren ist.
Fiat Panda Probleme und Rückrufe
Bekannte Mängel
Der alte 1.2 Vierzylinder-Fire-Motor gilt als unverwüstlich. Beispiel gefällig? Bei Zahnriemenriss gehen die Ventile meist nicht kaputt, da der Motor ein Freiläufer ist. Der Zweizylinder-TwinAir ist empfindlicher: Hier muss zwingend das richtige Motoröl im korrekten Intervall gewechselt werden, da sonst die anfällige „MultiAir“-Einheit verstopft und kaputtgeht. Der 1.0 Mild-Hybrid ist unauffällig. Die Auspuffanlagen neigen bei Kurzstreckenfahrzeugen schnell zu oberflächlichem Rost, und Koppelstangen an der Vorderachse verschleißen auf schlechten Straßen recht schnell.
Rückrufe
In der langen Bauzeit gab es vereinzelte Rückrufe, etwa wegen potenziell fehlerhaft verpresster Bremsschläuche oder Problemen mit dem Beifahrerairbag bei frühen Modellen. Da das Auto jedoch seit über 12 Jahren gebaut wird, sind die Kinderkrankheiten längst auskuriert, was den Panda zu einem verlässlichen Begleiter macht.
Technische Daten
Fiat Panda: Motoren & technische Daten