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Chrysler 300C

Eine Luxuslimousine an der unteren Preis- & Qualitätsgrenze

Ein elegantes Schmuckstück aus der oberen Mittelklasse ist der Chrysler 300C. Äußerlich orientiert sich der Amerikaner an dem Chrysler 300C von 1957. Innerlich überzeugt die Limousine mit einer ordentlichen Verarbeitung und zeitgemäßer Ausstattung. Von 2004 bis 2010 wurde der Chrysler produziert und in dieser Zeit über 11.200-mal in Deutschland ver-kauft. 2011 folgte dann die zweite Generation – in den meisten europäischen Ländern jedoch bekannt unter dem Namen Lancia Thema. Weiterlesen

Technische Daten

193 - 431 PS

Leistung

10.8 - 14.2 l/100 km

Verbrauch (komb.)

257 - 337 g CO2/km

CO2-Ausstoß (komb.)Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

209 - 265km/h

Höchstgeschwindigkeit

5.4 - 11.1s

von 0 auf 100 km/h

Alle Technische Daten

Alternative Modelle

Neuauflage der „Letter Series“ von 1957

Seinen Namen hat der Chrysler 300C von der Chrysler 300 „Letter Series“, die 1955 das erste Mal vorgestellt wurde und jedes Jahr einen anderen Buchstaben in der Bezeichnung trägt. 1957 hieß die Baureihe dann Chrysler 300C und diente als Vorlage für die Neuauflage 2004. Bis 1965 setzte die „Letter Series“ ihre Reihe bis zum Buchstaben L fort, dann machte sie erst einmal Pause und beendete die Baureihe 1998 mit dem Chrysler 300M . Auf die kompakte und sportliche Limousine folgte als Nächstes die Neuauflage des Chrysler 300C. Statt über die Vorderräder bewegt sich der 300C per Hinterradantrieb und bietet vergleichbar viel Komfort wie der 300M, ist dabei jedoch ein Stück günstiger. 2003 erschien die Neuauflage als Konzeptfahrzeug erstmals auf der New York International Auto Show. Noch im selben Jahr hatte die Kombi-Version ihren ersten Auftritt auf der IAA. Kurz darauf startete bereits die Serienproduktion. In Europa trägt der Kombi den Namen 300C Touring, in den USA heißt das verwandte Modell Dodge Magnum .

Zuverlässigkeit dank Technik von Mercedes-Benz

Auch beim Thema Sicherheit hat der 300C die Nase vorn. Während der 300M beim US-NCAP-Crashtest 2004 nur vier von fünf Sternen erreichte, kann sich der 300C seit 2006 mit fünf Sternen brüsten. Dank eingebauter Mercedes-Benz-Technik gilt der Chrysler auch als sehr zuverlässig und macht seinem Fahrer selten Probleme. Am häufigsten streiken die Kurbelwellensensoren bei den Diesel-Fahrzeugen des Baujahrs 2006, außerdem kommt es ab dem dritten Betriebsjahr häufiger zu defekten Batterien. Alle Modelle basieren auf der LX-Plattform von Chrysler, die sich viele Bauteile von der Mercedes-Benz E-Klasse abgeschaut hat und ebenfalls im Dodge Char-ger , Dodge Challenger und Dodge Magnum verwendet wird:

  • Lenksäule
  • Fünf-Stufen-Automatikgetriebe
  • Fahrwerk
  • Vordere Sitzkonsolen
  • Kabelbaum
  • Allradantrieb

Hält innen nicht was er außen verspricht

Trotz der Anleihen bei Mercedes-Benz fährt sich der Chrysler eher wie eine behäbige Limousine, was wiederum zur traditionsreichen Geschichte des 300C passt. Unebenheiten in der Fahrbahn werden nach oben weitergereicht, sodass die Fahrt fernab der Autobahn zu einer holprigen Angelegenheit werden kann. Immerhin sorgt der Dieselmotor von Mercedes-Benz für eine leistungsstarke und zugleich sparsame Fortbewegung des amerikanischen Straßenkreuzers. Die Benzinmotoren sind da nicht so umweltfreundlich unterwegs, vor allem wenn einer der beiden Achtzylinder-Motoren unter der Haube steckt. Das bullige Erscheinungsbild mit der hohen Fensterlinie ist Gewöhnungssache und vor allem für Liebhaber der amerikanischen Fahrzeugkultur ein echter Hingucker. In den ersten drei Produktionsjahren passt die Qualität im Innenraum jedoch nicht zum eleganten Auftritt der Limousine. Das eingebaute Plastik lässt das Cockpit eher billig und instabil wirken, beim Außendesign wurde auf fast alle Chromteile verzichtet, die ein zentraler Bestandteil der Chrysler 300 „Letter Series“ sind. Die Verarbeitung kann nicht mit dem deutschen Standard eines BMW oder Mercedes-Benz mithalten. Dafür liegt der 300C vom Preis her unterhalb vergleichbarer Limousinen aus der Oberklasse.

Qualitätsanstieg mit Modellpflege 2007

Im Sommer 2007 hat Chrysler die Kritik erhört und mit einer Modellpflege den Innenraum deutlich hochwertiger gestal-tet und einige Hohlräume ausgeschäumt, wodurch das Fahrzeug nun auch leiser unterwegs ist. Zudem ist die dritte Bremsleuchte von der Heckscheibe in den Kofferraumdeckel gewandert und die Scheinwerfer sind gewachsen. Trotz der qualitativen Mängel fuhr Barack Obama schon von 2004 bis 2007 einen Chrysler 300C – ein typisch amerikanisches Auto mit einem eleganten Design. Serienmäßig ist der Chrysler folgendermaßen ausgestattet:

  • 18-Zoll-Leichtmetallräder
  • Tempomat
  • Einparkhilfe
  • Scheibenbremsen
  • Traktionskontrolle
  • ESP
  • 4-Stufen-Automatikgetriebe
  • Xenonscheinwerfer
  • Reifendruckkontrollsystem

Rückzug des Amerikaners aus Europa

In Europa verschwand der Chrysler 300C im Jahr 2010 aus dem Sortiment und wurde zusammen mit dem Lancia The-sis durch den Lancia Thema ersetzt. Ausgenommen davon waren Irland, Russland, die Ukraine und das Vereinigte Königreich, wo die zweite Generation wieder unter dem Namen 300C erschien. Auch in der US-amerikanischen Heimat blieb der Chrysler 300 bzw. Chrysler 300C mit etwas besserer Ausstattung erhal-ten. Für den europäischen Lancia Thema gab es passende Umrüstteile, um die Limousine optisch zu einem amerikani-schen Chrysler 300C umzubauen. Für die Technik wurden viele Teile vom Vorgänger übernommen, sodass der Lancia weiterhin auf der überarbeiteten LX-Plattform basiert und auch wieder ein Anteil von Mercedes-Benz in der Limousine steckt. Bereits 2009 präsentierte Chrysler den 200C EV als Konzeptfahrzeug für die zweite Generation des 300C. Die angedeuteten Heckflossen sind ein Verweis auf die Vorgänger aus den 1950er Jahren. 2014 zog sich die Marke Lancia aufgrund geringer Verkaufszahlen aus dem europäischen Markt zurück und beendete nach nur drei Jahren schon wie-der die Produktion des Thema. In den USA ist der Chrysler 300 nach wie vor erhältlich.

Eine erschwingliche Limousine aus der Oberklasse

Unter den Limousinen der Oberklasse ist und bleibt der Chrysler 300C ein echter Hingucker, selbst wenn er vom Preis her unter den Wettbewerbern angesiedelt ist und damit auch für preisbewusste Liebhaber dieser Fahrzeugklasse in den Bereich des Möglichen kommt. Der massive Chrysler mit dem imposanten Kühlergrill bietet ähnlich viel Platz wie ein Audi A8 oder ein BMW 7er , kann aber bei der Verarbeitungsqualität und den Ma-terialen im Innenraum nicht mithalten. Wer es doch etwas unauffälliger möchte, der sollte eher zum britischen Pendant Jaguar XJ greifen – ebenso schön, ebenso traditionell, aber deutlich flacher, länger und nicht so bullig wie der amerikanische Kollege. Mit einer Mercedes-Benz S-Klasse lässt sich der Chrysler kaum vergleichen, dafür spielen die beiden Limousinen in völlig unterschiedlichen Preiskategorien. Der 300C fährt sich deutlich sportlicher und ruppiger als der Mercedes-Benz und gegen die nahezu perfekt abgestimmte S-Klasse kommt er dann doch nicht an. Aber wer sich keine S-Klasse leisten kann, der kommt mit einem Chrysler seinem Traum schon einen großen Schritt näher.

Ordentlich Leistung mit ordentlich Verbrauch

Nach dem amerikanischen Vorbild arbeitet unter der Motorhaube standardmäßig ein Benzinmotor mit sechs oder acht Zylindern. Der kleinste Motor ist ein 2,7-Liter-Ottomotor mit 193 PS Leistung, 209 km/h Spitzengeschwindigkeit und einem Verbrauch von 10,7 Litern Sprit pro 100 Kilometer. Die nächste Stufe arbeitet immer noch mit sechs Zylindern, aber schon mit 3,5 Litern Hubraum und 249 PS. Beide Motoren sind mit der Modellpflege 2007 aus dem Programm ver-schwunden. Die beiden Achtzylinder-Motoren bieten 5,7 Liter Hubraum mit 340 PS sowie 6,1 Liter Hubraum mit 431 PS. Entsprechend steigt die Höchstgeschwindigkeit auf 265 km/h an und der Verbrauch pro 100 Kilometer liegt bei 14,2 Liter Sprit. Am sparsamsten ist der 3,0-Liter-Dieselmotor von Mercedes-Benz – mit sechs Zylindern, 218 PS Leistung, 230 km/h Höchstgeschwindigkeit und 8,1 Litern Hubraum.

Fazit

In Amerika gehört der Chrysler 300C zu den beliebtesten Limousinen der Oberklasse, weil er zum einen den amerikani-schen Traum symbolisiert und zum anderen wesentlich erschwinglicher ist als die Konkurrenz. Zudem ist die preisgünsti-ge Luxuslimousine ein echter Hingucker auf der Straße und kann sich in Sachen Leistung, Platz und Ausstattung auch sehen lassen. Im direkten Vergleich mit den Wettbewerbern fallen dann schon die Schwachpunkte des Chryslers auf. Aber wer trotz geringem Budget eine luxuriöse Limousine fahren möchte, der kann die Augen nach einem gebrauchten Chrysler 300C offen halten.

Chrysler 300C

13 Bewertungen

4,6