Nach der amerikanischen Einteilung fuhr der Previa in der Klasse der Minivans, und verglichen mit ähnlichen US-Modellen war die Ausstattung mit nur einer seitlichen Schiebetür durchaus bescheiden. Ungewöhnlich sowohl für Europa wie für Nordamerika war das bei diesem Modell umgesetzte Mittelmotorkonzept. Nach diesen Erfahrungen entschlossen sich die Japaner, auf dem wichtigen US-Markt sowie in Kanada eine neue Generation von Großraumlimousinen auf Basis einer Pkw-Baureihe zu entwickeln, die durch mehr Komfort, eine bessere Ausstattung und ein herkömmliches Motorenkonzept Anschluss an die Konkurrenz finden sollte. Auch die Produktion des Previa-Nachfolgers verlagerte der Hersteller in die USA. Im Jahr 1997 lief dort die Serienfertigung des Neulings an, der dann mit dem Modelljahr 1998 unter dem Namen Toyota Sienna auf den nordamerikanischen Märkten eingeführt wurde. Nach Europa kam der Toyota Sienna nur in kleinen Stückzahlen als Importwagen.
Der Toyota Sienna kann als 7-Sitzer oder 8-Sitzer ausgestattet werden
Nachdem auch der Toyota Sienna zunächst nur als Dreitürer vom Band gelaufen war, passten die Japaner das Türenkonzept an den üblichen US-Standard an. Die bis zum Jahr 2003 auf eine Länge von rund 4,93 Metern angewachsene Großraumlimousine bekam nun auf jeder Seite einen breiten Zugang zum Rückabteil. In den höheren Ausstattungsversionen ließen sich die beiden Schiebetüren bei der ab Januar 2004 eingeführten zweiten Generation der Toyota Sienna nun auch elektrisch öffnen. Der Van kam zunächst ab Werk als 7-Sitzer ausgestattet zu den Kunden. Im Zeitraum bis 2010 bot Toyota darüber hinaus eine Konfiguration als 8-Sitzer für den in dieser Bauphase auf 5,10 Meter in der Länge gewachsenen Sienna an, die allerdings nur in Verbindung mit den besseren Ausstattungslinien erhältlich war.
Behindertengerechte Ausstattung für den Sienna ab Modelljahr 2011
Die großzügigen Platzverhältnisse in der ab 2011 ausgelieferten Modellgeneration des Toyota Sienna ermöglichten es dem Konstrukteur, die Großraumlimousinen ab Werk mit einem drehbaren Liftsitz auszustatten, der Passagieren mit eingeschränkten körperlichen Fähigkeiten den Zugang zur zweiten Sitzreihe erleichtern sollte. Der Toyota Sienna gehörte damit zu einem der wenigen Großraumvans, die ohne externe Umbauten mit einer behindertengerechten Ausstattung ausgeliefert werden konnten. An Raumkonzept der herkömmlichen Modelle änderte sich nichts: Wie die Vorgänger konnte die dritte Generation des Toyota Sienna als 8-Sitzer mit voll versenkbarer dritter Sitzreihe geordert werden.
Vierzylinderaggregate ergänzen das Motorenprogramm des Toyota Sienna ab 2010
In der ersten Baugeneration statteten die Japaner den Toyota Sienna mit einem V6-Aggregat der 3,0 Liter Hubraumklasse aus, das in den Großraumlimousinen eine Leistung von bis zu 157 kW (213 PS) mobilisieren konnte. In der Zeit zwischen 2004 und 2010 gab es den Sienna mit V6-Triebwerken in den Hubraumklassen von zunächst 3,3 Litern und 3,5 Litern ab dem Baujahr 2007. Mit dem Jahr 2011 kam erstmals eine neue Einstiegsmotorisierung mit vier Zylindern und 2,7 Litern Hubraum ins Programm.