Toyota Cressida - entsprungen aus einem Shakespeare-Drama
Heute erfreut sich der Wagen hoher Wertschätzung bei vielen Bastlern und ist ein Geheimtipp als Tuningfahrzeug. Wegen der umgebauten Radaufhängung und seiner Turbomotoren wird er in Straßen- oder Drifting-Rennen eingesetzt. Insgesamt gibt es vier Generationen des Toyota Cressida.
Die erste Generation des Toyota Cressida von 1977-1981
Diese war zugleich die erste Baureihe, die auch außerhalb Japans verkauft wurde. Es gab sie als Coupé (RX30 2.0 Hard-Top Coupé), Kombi (RX35 2.0 Stationwagon) und als Limousine (RX30 2.0 Sedan).
Die Serienausstattung enthielt ein manuelles Fünfgang- oder ein Automatikgetriebe mit vier Fahrstufen und einem Overdrive. Hinzu kamen ein UKW-MW-Radio mit Kassettenrekorder sowie eine Servolenkung, Klimaanlage und eine beheizbare Heckscheibe. Auch hinten gab es eine Armlehne und man konnte sogar die Vordersitze umlegen. Wer wollte, konnte die Ausstattung mit elektrischen Fensterhebern ergänzen.
Das Design fiel auf. Mit seinen Chromelementen erfreute der Wagen das Auge des Betrachters. Der Toyota Cressida gehörte damals auch zu den leisesten Autos. Die Nockenwelle lag oben und sorgte für eine sehr gute Geräuschdämpfung des Reihensechszylindermotors 4M-E.
Der Toyota Cressida kam erst zu Beginn 1978 als Kombi und Limousine in Europa mit einem 2 Liter-R4-Motor sowie einer DeLuxe-Ausstattung auf den Markt. Die Motorleistung betrug 90 PS.
Die zweite Generation des Toyota Cressida von 1980-1985
Wegen neuer Abgasvorschriften musste der Autobauer seine Modellvielfalt reduzieren. Deshalb gab er die Produktion des Coupés auf. Zudem bekam diese Generation den abgasreduzierten 21R-C-Motor.
Das Design der Limousine (RX60 2.0 Sedan) und des Kombi (RX60 2.0 Wagon) war erheblich schlichter, aber moderner. Ab Herbst kam die Limousine in Europa mit einem 2,2 Liter-Dieselmotor und einem Fünfgang-Getriebe sowie einer Leistung von 67 PS auf den Markt. Im Frühjahr 1981 folgte der Kombi - ebenfalls mit einem Dieselmotor und Fünfgang-Getriebe. Zur gleichen Zeit gab es die Limousine auch mit einem 2,8 Liter-Benzinmotor mit 132 PS und einem serienmäßigen 4-Gang-Automatikgetriebe. Ende 1982 bekam der Toyota Cressida hinten an den Schräglenkern eine Einzelradaufhängung sowie Scheibenbremsen an den Hinterrädern.
Das Automatikgetriebe A43DE verbesserte sich im Vergleich zu dem der ersten Generation. Es wurde elektronisch gesteuert und konnte mit den Stufen Power, Normal und Economy betrieben werden.
Diese Generation des Toyota Cressida erfreute sich wegen guter Fahreigenschaften, guten Handlings und hoher Zuverlässigkeit großer Beliebtheit.
Die dritte Generation des Toyota Cressida von 1985-1988
Im dritten Quartal 1985 führte Toyota den neuen Cressida MX73 ein, der sich am Toyota Camry V2 orientierte. Der vom Vorgänger übernommene 5M-GE-Motor bekam einen Klopfsensor, der die Vorzündung an die jeweilige Benzinqualität anpasste.
Die Karosserie dieser Generation wurde komplett überarbeitet. Sie war größer und aerodynamischer und enthielt einen Spoiler. Diese Generation kam als Limousine (MX73 2.8i Sedan) und als Kombi (MX72 2.8i Wagon) auf den Markt. Elektronisches Fahrwerk, Digitalinstrumente, Holzdekor und eine Radiofernbedienung waren optional erhältlich.
Die letzte Generation des Toyota Cressida von 1989-1992
Sie wurde im Frühling 1989 als Toyota Cressida MX83 als Limousine und Kombi eingeführt und orientierte sich ebenso weitgehend am Toyota Camry MX83. Auch das Design wurde wieder überholt. Es war runder und größer, zugleich aber auch kantiger. Zusätzlich erhält diese Baureihe einen neuen 7M-GE-Motor mit 3,0 l Hubraum, der 190 Pferdestärken auf die Straße brachte.
Eine neue Vorrichtung im Automatikgetriebe gestattete das Verlassen der Parkposition nur bei gleichzeitiger Betätigung der Fußbremse. Die Vorderräder hingen an MacPherson-Federbeinen und die Hinterräder weiterhin an Schräglenkern.