Der Toyota Land Cruiser Prado ist die aktuelle Inkarnation des klassischen japanischen Geländewagens. Die für SUVs typische Verstädterung ist an diesem bewährten Geländegänger weitgehend vorbeigegangen. Zwar kommt der Toyota Land Cruiser Prado nicht mehr gar so kantig daher wie frühere Generationen des Land Cruisers. Auch bewegt sich der Fahrkomfort auf einem auch abseits der Straße annehmbaren Niveau. Im Unterschied zu einem SUV wurde beim Toyota Land Cruiser Prado aber die gute Geländegängigkeit nie aufgegeben.
Der Wagen basiert auf einer Plattform, die bei Toyota "J150" genannt wird. Basierend auf diesem Kürzel wird dieser Typ in Deutschland und einigen anderen Ländern oft "J15" genannt. Offiziell heißt dieses Auto in Österreich Land Cruiser 300 wie das Vorgängermodell und in Deutschland einfach Land Cruiser. International ist Toyota Land Cruiser Prado die korrekte Bezeichnung. Der J15 wird seit 2009 hergestellt als Nachfolger des Geländewagens, der als J12 bekannt war. Im internationalen Vergleich zu anderen Geländefahrzeugen und SUVs, insbesondere auf dem US-Markt, zählt der Toyota Land Cruiser Prado zu den mittelgroßen Fahrzeugen. Für den deutschen Markt ist dieser Land Cruiser hingegen mit seinen 4,78 Meter Länge und 1,89 Meter Höhe ein recht großes Auto.
Als Motor lieferte Toyota zunächst einen 3,0 l großen Vierzylinder-Diesel mit 190 PS aus, der wahlweise mit fünfgängiger Automatik oder Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert wurde. Der 4,0-l-Benzinmotor ist für den deutschen Markt nicht mehr erhältlich. Seit 2015 wird als Motor beim Toyota Land Cruiser Prado ein 2,8-l-Diesel mit 177 PS Leistung verwendet. Was auf den ersten Blick wie ein Abstieg aussieht, ist eigentlich keiner, denn das maximale Drehmoment stieg um 30 auf 450 Newtonmeter. Damit betont Toyota noch stärker den Charakter des Antriebsaggregats, das auf lange Lebensdauer, Sparsamkeit und satten Durchzug aus niedrigen Drehzahlen ausgelegt ist. Zudem wurde dem neuen Motor durch eine zusätzliche Ausgleichswelle ein ruhigerer Lauf anerzogen. Die Ventilsteuerung über Kette statt Zahnriemen reduziert den Wartungsbedarf. Ein automatisches Getriebe mit sechs statt fünf Gängen sorgt für harmonischeren Vortrieb.
Der Toyota Land Cruiser Prado ist eines der beliebtesten Modelle für unwegsame Pisten. Unter anderem setzen Hilfsorganisationen in aller Welt auf die Robustheit und Geländegängigkeit des Allradlers von Toyota. So leisten ein Untersetzungsgetriebe und zwei Differenzialsperren bei der Fahrt über Hindernisse Unterstützung. Eine "Crawl Control" hilft bei langsamer Fahrt in rutschigem Terrain, das Durchdrehen der Räder zu vermeiden. Damit kommt der Toyota Land Cruiser Prado auf unwegsamen Pisten aller Art voran, sei es im afrikanischen Busch oder in Sibirien.