Mit dem Tankaufbau wird der sichere Transport von Flüssigkeiten und Gasen möglich

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In den 1920er Jahren kommen die ersten modernen Kipper auf den Markt Das Prinzip für den Transport von flüssigen Gütern ist so alt wie das Fuhrgewerbe selbst. Wo immer auf der Welt Produkte wie etwa Wein oder Getreide vom Produzenten zum Konsumenten gebracht werden mussten, wurden sie in früheren Zeiten einfach in Fässer gefüllt und diese auf der Ladefläche eines Wagens verstaut und vertäut. In diesen kleinen Holztanks ließen sich bereits relativ große Mengen flüssiger Fracht schnell von einem Ort zum anderen schaffen, und zwar bruchsicher und gegen Staub und Witterung abgeschirmt. Große Volumina in kurzer Zeit sicher und vor Umwelteinflüssen geschützt transportieren zu können, dieser Gedanke stand schließlich auch bei der Entwicklung heutiger Tankaufbauten im Vordergrund, wie sie von Lkw-Herstellern und Fahrzeugbaufirmen in unterschiedlichen Bauformen angeboten werden. Diese fest auf Lastwagen oder Anhängern installierten oder als mobile Systeme konstruierten Tankaufbauten aus Metallzylindern ermöglichen hochspezialisierte Logistiklösungen für Flüssigkeiten aller Arten. Damit übernehmen sie eine zentrale Rolle beim Transport von Gütern zur Grundversorgung etwa im Lebensmittel- und Energiesektor sowie von Primärstoffen für das verarbeitende Gewerbe. Speziell konstruierte Tankaufbauten erlauben es überdies, gefährliche Frachten wie Säuren oder Gase sicher zu befördern.

Der Tankaufbau wird je nach Einsatzzweck in verschiedenen Bauweisen realisiert

Ein Tankaufbau wird in der einfachsten Ausführung als Aufsetztank mit Rahmen konstruiert, der mit Kranwerkzeugen flexibel auf unterschiedliche Geräteträger gebracht und dort fixiert werden kann. Solche Wechseltanks kommen etwa in kommunalen Betrieben oder bei Straßenbauunternehmen für Bewässerungszwecke zum Einsatz und stellen mit einem Volumen von gut 10.000 Litern die kleinste Bauform eines Tankaufbaus dar. Ein Tankaufbau mit größerem Fassungsvermögen, das zwischen 20.000 und 34.000 Litern liegen kann, wird hingegen fest auf ein Fahrgestell montiert. Dabei kann der Tankaufbau als Anhänger oder Auflieger konstruiert sein, sodass ein Beladen unabhängig von einem Zugfahrzeug möglich ist. Eine weitere Bauart stellt der Tankwagen dar, bei dem der Tankaufbau fest auf einem Lkw-Fahrgestell installiert ist.

Tankaufbauten werden aus Stahl- oder Aluminiumblechen konstruiert

Unabhängig von der Konstruktionsart kommt als Material für den Tankaufbau rostfreier Stahl oder Aluminium zum Einsatz. Um die Stabilisierung der Fracht während der Fahrt zu gewährleisten, befinden sich im Inneren des Tankaufbaus Zwischenwände, die so genannten Schwallbleche, dank derer die destabilisierenden Wellenbewegungen einer flüssigen Fracht ausgeglichen werden. Für den Transport von Gefahrengütern wie Säuren oder Gasen, die unter bestimmten Sicherheitsvorkehrungen befördert werden müssen, kann der Tankaufbau auch über mehrschichtige Stahlwände verfügen, die ein Auslaufen oder Leckschlagen der Fracht bei einer Beschädigung der Außenhülle etwa bei einem Unfall unterbinden sollen. Darüber hinaus werden Tankaufbauten mit besonderen Innenbeschichtungen oder technischen Zusatzausrüstungen zum Transport von Gütern angeboten, die unter besonderen Druck- und Temperaturverhältnissen befördert werden müssen.

Die Einsatzmöglichkeiten für Tankaufbauten

Durch die Einfüllluken im Dach eines Tankaufbaus oder durch Einfüllrohre am Boden des Tankaufbaus können über eingehängte Schläuche oder aufgesetzte Trichtersysteme prinzipiell alle Arten von Flüssigkeiten geladen werden. Durch eingesetzte Trennwände lassen sich in einem Tankaufbau auch einzelne Kammern unabhängig voneinander befüllen, sodass etwa der Transport unterschiedlicher Benzinsorten möglich wird. Viele Tankaufbauten werden ausschließlich für den Transport bestimmter Flüssigkeiten genutzt, so wie es beispielsweise bei Milchwagen der Fall ist. Während etwa beim Tankaufbau für Heizöl vor dem erneuten Beladen keine Reinigung notwendig ist, sieht es beim Tankaufbau für Lebensmitteltransporte anders aus. Diese müssen speziell gekennzeichnet sein und um einwandfreie Hygiene zu garantieren oder das Vermischen der Ladung mit Inhaltsresten im Tank zu verhindern, durch die Einstiegsöffnungen von innen regelmäßig gereinigt werden. Zum Entladen verfügen viele Tankaufbauten über motorengetriebene Pumpsysteme, die die flüssige Fracht aus dem gesamten Tankaufbau oder aus einzelnen Kammern über Verbindungsschläuche aus dem Transporttank auf direktem Weg in den Bestimmungstank gelangen lassen.

Wichtige Hersteller von Tankaufbauten

Lastwagen, Sattelanhänger und Anhänger mit Tankaufbau werden von nahezu allen Lkw-Herstellern angeboten. Darüber hinaus gibt es Zulieferer oder Ausstatter aus der Fahrzeugbauindustrie, die sich auf die Herstellung von Tankwagen und Tankaufbauten spezialisiert haben. Dazu gehören Firmen wie Hendricks-Goch (Tanksattelanhänger, Tankaufbau, Tankanhänger), Menzel (Tankaufbau), Schwarzmüller (Tanksattelanhänger, Tankaufbau) oder WEW-Bulhold (Tankcontainer, Tankaufbau).
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