Der Baggerlader, der landläufig auch Heckbagger genannt wird, ist eine universell einsetzbare Baumaschine. Sie kommt insbesondere auf kleineren Baustellen zum Einsatz und ist besonders gut für den Aushub und Transport von Erdreich geeignet. Auch in der Land- und Forstwirtschaft und bei Rohrleitungs- und Kanalarbeiten ist das Mehrzweckgerät gut zu gebrauchen.

Die Geschichte des Baggerladers

Der Baggerlader ist im eigentlichen Sinne aus dem Traktor entstanden. Das Grundgerüst hatte vorne eine Ladeschaufel und wurde hinten mit einer einfachen Heckbagger-Einheit bestückt. Allerdings besaß dieser erweiterte Traktor weder eine richtige Fahrerkabine noch hydraulische Abstützungen. Eine kleine Revolution bahnte sich 1953 an. Im englischen Rocester in der Grafschaft Staffordshire entwickelte Joseph Cyril Bamford (JCB) den ersten Baggerlader mit einer vollkommen neuartigen Hydraulik, weshalb Bamfords erstes Baggerlader-Modell, der sogenannte ""Mark One"", auf dem Baumaschinenmarkt bald sehr gefragt war. Die Entwicklung dieses damals innovativen Baggerladers gilt noch heute als Grundstein für den Erfolg des Unternehmens. Darüber hinaus gibt es aber auch andere Hersteller dieser Allzweck-Baumaschinen. In Deutschland etwa genießen Firmen wie Kramer oder Schaeff einen sehr guten Ruf, wobei zweitere im Jahr 2002 von Terex Deutschland übernommen wurde. Weitere internationale Hersteller sind zum Beispiel Caterpillar, Hitachi, Kobelco, Mitsubishi oder Volvo.

Der Baggerlader im Detail

Neben der Ladeschaufel vorne und dem Greifer hinten ist der Baggerlader vom Prinzip her immer gleich aufgebaut. Der Korpus der Baumaschine mit Radlaufwerk besitzt zudem eine hydraulische Abstützung, die während des Heckbaggerbetriebs ausgefahren werden kann. Damit wird die Standsicherheit erhöht. Die Fahrerkabine ist mit elektronischen Bedienelementen ausgestattet. Mit der fortschreitenden Entwicklung der Dieselmotoren steigt auch die Leistungsfähigkeit der Baumaschinen. Je nach Modell bringt ein Baggerlader heute eine Leistung von 50 bis 90 kW. Das Betriebsgewicht liegt im Schnitt zwischen sieben und zwölf Tonnen. Die Ladeschaufel kann zwischen 0,8 und 1,5 Kubikmeter Erde aufnehmen, die Schaufel am Heck ungefähr einen halben Kubikmeter.

Das Zubehör

Anbaugeräte für den Baggerlader gibt es zuhauf. Die Ladeschaufel vorne gehört zur Standardausrüstung. Am Heck ist in der Regel entweder ein Greifer oder ein konventioneller Tieflöffel montiert. Darüber hinaus kann das Sortiment je nach Einsatz beliebig erweitert werden. So gibt es für den Heckbagger Grabenräumer, Reinigungsschaufeln und Mähköpfe als Zubehör. Aber auch Erdbohrer, Forstzangen und Schlagbohrer erweisen sich als nützliche Utensilien. Schnellwechseleinrichtungen helfen bei einem raschen Auswechseln der Anbauteile.
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