Der Baukran: ein unentbehrlicher Helfer im Hochbau

Baukräne sind technische Hilfsmittel, die meistens im Hochbau zum Einsatz kommen und zur Bewegung von Lasten und Bauteilen sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung verwendet werden. Hierfür werden verschiedene Techniken verwendet, wobei in der Regel der Seilzug ein wesentliches Element bei jedem Kran ist. Bei Teleskopkränen werden Seilzüge in Verbindung mit einem ausfahrbaren Teleskoparm kombiniert.

Baukräne sind keine Erfindung der Neuzeit, sondern wurden tatsächlich bereits in der Antike eingesetzt. Über das Bauwesen der Römer und deren Aufzeichnungen gelangte die Kenntnis von Baukränen und deren Verwendung schließlich bis ins europäische Mittelalter. Hier fanden vor allem Tretkräne bei der Errichtung von Kathedralen Verwendung. In der Gegenwart ist die Höhe der Baukräne eine Voraussetzung für die Errichtung von immer höheren Wolkenkratzern.

Kräne gehören zu jeder Industrie

Baukräne gibt es heute als stationäre, aber auch als mobile Einrichtungen. Sie finden nicht nur im Hoch-, Wohnungs- und Industriebau Verwendung, sondern beispielsweise auch im Schiffsbau. Der Schiffskran Samson and Goliath in der Schiffswerft von Harland and Wolfe im irischen Belfast gilt mit 90 m Höhe als der höchste freistehende Kran der Welt. Für den Bau extrem hoher Wolkenkratzer, zum Beispiel bei der Errichtung des One World Trade Centers am Ground Zero in Manhattan, finden heute meist Turmdrehkräne mit Nadelauslegern Verwendung. Diese eignen sich besonders für den Einsatz unter beengten Platzverhältnissen, da der Ausleger bei Bedarf eingezogen werden kann. Bekannte Hersteller von Turmdrehkränen, kurz TDKs, sind heute die KSD Kransysteme GmbH aus Zweibrücken, die Otto Kaiser KG Maschinenfabrik aus St. Ingbert, Wolffkran aus Heilbronn sowie die Baumaschinenhersteller Demag und Liebherr. Zu den größten Autokranen der Welt gehört der Liebherr LG 1750, der seit 2005 ausgeliefert wird. Seine 194 m Hakenhöhe machen ihn zum höchsten Autokran der Welt. Er kann bis zu 750 t Last heben.
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