Lader sind Maschinen mit einem Gewicht von bis zu 200 Tonnen für den Transport von Gütern auf kurzen Wegen, mit Standardschaufel ausgestattet eignen sie sich zudem für den Einsatz bei Erdarbeiten. Der Radlager, wie der Lader korrekt heißt, ist mit dem Frontlader eng verwandt, allerdings im Gegensatz zu diesem als Spezialgerät konstruiert. Kompaktlader stellen die verkleinerte Form des Laders dar, sie sind kürzer und schmaler als der große Bruder, dafür jedoch deutlich wendiger. Der Fahrlader mit seiner geringen Bauhöhe stellt eine Sonderform für den Untertagebau dar. Manche Lader besitzen eine Waage, um direkt die Masse des Ladeguts zu ermitteln.

Komponenten und Kenngrößen des Laders

Grundsätzlich setzt sich ein Lader aus fünf Komponenten zusammen. Im Wesentlichen besteht er aus dem Hubrahmen mit Z-Kinematik, einem vor dem Lader sitzenden Anbaugerät, einer Speziallenkung sowie einem Motor und einer Fahrerkabine. Als Kleinlader werden Maschinen mit einer Leistung bis 82 PS (60 kW) bezeichnet, Großlader gibt es bis 800 PS (590 kW). Das Fassungsvermögen der Ladeschaufel reicht in Abhängigkeit vom Modell von 0,8 Kubikmetern bis 10,5 Kubikmeter, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 15 km/h bis 40 km/h. Es steht eine Reihe von Anbaugeräten für den Lader zur Verfügung, an der Standardausführung befindet sich eine Schaufel für Schüttgut wie Erde, Kies und Ähnlichem. Lader mit Leichtgutschaufel sind für leichte Güter mit großem Volumen wie Getreide gedacht, Kombi- und Klappschaufeln mit hydraulischer Klappe zur Vereinfachung der Güteraufnahme. Wird der Lader für palettierte Güter eingesetzt, ist er mit einer Ladegabel versehen. Zudem können bei Radladern Kehrmaschinen für die Straßenreinigung, Mischkübel zur Betonmischung oder Steingabeln für die Steinaufnahmen vorgebaut sein. Auch auf stark verschneiten Straßen kommt der Lader zum Einsatz, entweder mit Schneeschild oder mit Schneefräse.

Die Lenksysteme der Lader

In die meisten Radlader ist eine Knicklenkung eingebaut, die sich etwa in der Mitte des Geräts befindet, es gibt jedoch auch Modelle mit Achsschenkellenkung. Der Vorteil der Achsschenkellenkung liegt bei der höheren Standsicherheit, der Nachteil darin, dass sich der Lader nur während der Fahrt lenken lässt. Knicklenkungen erlauben ein einfaches Kurvenfahren, was die Arbeit in engen Bereichen erleichtert, Lader mit Achsschenkellenkung haben jedoch den kleineren Wendekreis. Die Stereolenkung vereint die Vorteile der Knicklenkung mit der Achselschenkellenkung. Die selten verwendete Panzerlenkung weist den Nachteil auf, dass sie wie ein Kettenpanzer bei einer Änderung der Fahrtrichtung den Untergrund aufwühlen, so dass Lader mit Panzerlenkung normalerweise nur auf befestigtem Untergrund eingesetzt werden.
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