Die Produktpalette des Herstellers Fendt

Mit einem kompakten Dieselmotor für seinen Kleintraktor Fendt Dieselross etablierte sich das bayerische Unternehmen Fendt ab den 1930er Jahren als Hersteller von landwirtschaftlichen Zugmaschinen und Geräteträgern. Ende der 1970er Jahre trat Fendt mit schnellen und PS-starken Schleppern seiner Baureihe Fendt Favorit verstärkt auch auf den internationalen Märkten in Erscheinung. Zugleich baute das Unternehmen seine Produktpalette durch Zukauf um Wohnwagen und Wohnmobile aus. Mitte der 1990er Jahre brachte der Konstrukteur mit dem Fendt Vario einen der ersten Großschlepper mit stufenlosem Getriebe in den Handel. Im Jahr 1997 übernahm der US-Konzern AGCO die Fendt-Schlepperproduktion, die vom Schmalspurtraktor bis zum Großtraktor die gesamte Bandbreite des Traktorenbaus abdeckte. Nach der Übernahme wurden unter dem Traditionsmarkennamen Fendt auch landwirtschaftliche Geräte wie Mähdrescher oder Ballenpressen vermarktet.

Frühe Traktorenmodelle von Fendt

Mit seinen ersten Kleintraktoren wie dem Dieselross und dem Nachfolger Fendt F9 setzte der Hersteller bereits früh auf einen Trend, der den Traktorenbau revolutionieren sollte: Den Antrieb von Zugmaschinen für den Betrieb von Anbaugeräten zu nutzen. Das gelang etwa mit dem Trecker Fendt F 18, der im Jahr 1938 vorgestellt wurde und über dessen Zapfwellenantrieb unterschiedliche landwirtschaftliche Geräte auch im Standbetrieb eingesetzt werden konnten. Mit dem Fendt GT entwickelte der Konstrukteur in den 1950er Jahren zudem einen Geräteträger, der die Funktionen von Schlepper und Transportfahrzeug kombinierte. Die zweite wichtige Fendt-Innovation in einer Zeit, in der immer größere Flächen bewirtschaftet wurden, war die Entwicklung hochleistungsfähiger Motoren wie beim Schlepper der Baureihe Fendt F22, der Arbeitsvorgänge beschleunigen sollte. In dieser Tradition standen auch die Traktoren der späteren Baureihen Fendt Farmer und Fendt Favorit, die mit Turbomotoren Motorleistungen von über 200 PS und eine straßentaugliche Geschwindigkeit erreichten.

Moderne Schlepper von Fendt

In den neueren Baureihen konstruierte Fendt mit seinen Vario-Modellen ausschließlich Schlepper mit stufenlosem Getriebe. Als Einstiegsmodelle baute das Unternehmen mit den Fendt 200 Schmalspurschlepper für den Einsatz im Obst- und Weinbau sowie Kleintraktoren mit herkömmlicher Spurbreite. Standardtraktoren hatte der Hersteller mit den Fendt 300 sowie den Fendt 400 Vario im Programm. Großschlepper entstanden in den Serien Fendt 714, mit den Fendt 800 und Fendt 900, die eine Motorleistung von nahezu 400 PS erreichten. Die Fendt-Schlepper waren je nach Ausstattung für den Einsatz in der Landwirtschaft, als Kommunalschlepper oder Baustellentraktor geeignet.

Erntemaschinen der Marke Fendt

Neben Traktoren wurden im Verbund der AGCO unter dem Markennamen Fendt auch Erntemaschinen vertrieben. Dazu gehörten Schüttler-Mähdrescher der Baureihen Fendt E oder P sowie Hybrid- und Rotormähdrescher der Fendt X- und R-Serien. Darüber hinaus gehörten Maschinen wie der Feldhäcksler Fendt Katana und Ballenpressen zum Fendt-Programm.

Wohnwagen und Wohnmobile von Fendt

Seit den 1970er Jahren stand der Name Fendt zudem für Wohnwagen und Reisemobile. Zu den bekannten Modellen gehörten anfangs die Wohnwagen der Reihe Fendt Karat oder Joker. Nach dem Verkauf der Wohnwagensparte kamen unter dem neuen Eigentümer Modelle wie die Wohnwagen Fendt Opal, Topas oder Bianco auf den Markt. Spitzenmodell wurde der Wohnwagen Fendt Brillant mit einer Länge von fast neun Metern. Wohnmobile wie der Fendt 560 HK, teilintegrierte Modelle der Fendt T-Serie sowie die kleineren Fendt Wohnmobile der Baureihe K ergänzten das Programm.
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