Fendt – Partner für die Landwirtschaft

Fendt bietet eine große Palette an unterschiedlichen Nutzfahrzeugen für die Landwirtschaft. Das ehemalige Unternehmen wird heute als Marke geführt und gehört zum Konzern AGCO. Das Portfolio umfasst unter anderem Traktoren, Ballenpressen und Mähdrescher.


Die Marke und das Unternehmen Fendt

Das ehemalige Familienunternehmen Fendt wurde 1930 von Xaver und Hermann Fendt gegründet. Das erste Modell des Herstellers war ein 6 PS starker Dieselross-Traktor, den die Brüder gemeinsam mit ihrem Vater entwarfen. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte erst 7 Jahre später. Seit der Übernahme im Jahr 1997 durch AGCO ist Fendt eine Marke des US-amerikanischen Landtechnikkonzerns AGCO, der seinen Firmensitz in Duluth, in den USA hat. Unter der Marke Fendt vertreibt AGCO Feldhäcksler, Heuwender, Mähwerke, Traktoren und Ballenpressen.


Kraftvolle Traktoren für die Landwirtschaft

Fendt fertigt in der oberen Leistungsklasse Power-, Profi- und ProfiPlus-Varianten. Unterschiede zwischen den Modellen lassen sich in den Komfortmerkmalen und in der technischen Ausstattung ausmachen. Eine besondere Innovation erfolgte 2009, als Fendt begann, jeden Traktor mit dem stufenlosen Vario-Getriebe auszustatten. Es handelte sich um einen hydrostatisch-mechanisch leistungsverzweigten Antrieb. Mit zunehmender Geschwindigkeit erhöhte sich die mechanische Energie im Planetengetriebe.
Dank dieses Getriebes konnten direkt mechanische Antriebe und hydrostatisch-stufenlos angetriebene Wellen gemischt werden. Der hohe Wirkungsgrad entstand durch den Betriebsdruck von maximal 550 bar und die um 45 Grad schwenkbaren Hydrostaten. Je nach Leistungsbedarf wurden das Getriebe und die Motordrehzahl aufeinander abgestimmt.


Die Spezialtraktoren aus dem Hause Fendt

Der Fendt 200 V Vario ist ein Spezialtraktor für den Weinbau, was durch den Buchstaben V für Vino symbolisiert werden soll. Dementsprechend trägt der für den Obstbau (fruit) konstruierte Fendt 200 F Vario den Buchstaben F in der Bezeichnung. Für eine Plantage ist der Fendt 200 P Vario die richtige Wahl. Die 3 Ausführungen unterscheiden sich in den Krafthebern, der Kabinenbreite und der Spurbreite. Für den Antrieb sorgt der 3-Zylinder-Turbomotor mit 3,3 l. Um ihre Aufgaben erfüllen zu können, sind die Spezialtraktoren mit der VarioActive-Überlagerungslenkung, einem Umkehrlüfter und einem leistungsstarken Hydrauliksystem ausgestattet.


Frontlader für die Fendt-Schlepper

Die Fendt-Schlepper mit Frontlader unterscheiden sich durch die maximale Hubkraft, die Hubhöhe und die Schwingengröße. Die Nutzfahrzeuge bieten eine Parallelführung mit Z-Kinematik und das Koppelsystem Cargo Lock. Für die Baureihen Fendt 700 Vario, 500 Vario und 300 Vario ist der CargoProfi Frontlader verfügbar. Er ist mit einem Job-Rechner zur Verarbeitung und Aufzeichnung diverser Einstellungen und Daten sowie einer Mess- und Neigungssensorik ausgerüstet.
Eine besondere Arbeitserleichterung ist die Wiegefunktion: Sie erlaubt es, das Einzelgewicht und das Gesamtgewicht für die Ladungen unkompliziert aufzeichnen zu können. Für die Frontlader bietet Fendt mehrere Aufsätze an, beispielsweise eine Ballenzange oder eine Dunggabel. Ein besonders leistungsstarker Vertreter dieser Kategorie ist der zur Baureihe 700 Vario gehörende 5X/90. Seine maximale Hubkraft beträgt 3.460 daN.


Feldhäcksler von Fendt

Der bekannte Feldhäcksler Fendt Katana wird in den Ausführungen 65 und 85 angeboten. Die kleinere Variante setzt 625 PS um, die größere Variante erbringt 850 PS. Die Hubräume sind 15,6 l beziehungsweise 21 l groß. Inklusive Kabine, jedoch ohne Vorsatz beträgt das Leergewicht vom Katana 65 15.200 kg, der Katana 85 wiegt mit 17.850 kg etwas mehr. Die Modelle unterliegen einer stetigen Weiterentwicklung: So wurde 2017 für den Katana 85 ein Umkehrlüfter integriert. Der Hersteller betont vor allem die Größe der Häckseltrommel und bezeichnet sie als die größte auf dem Markt erhältliche ihrer Art.
Im Jahr 2017 verbaute Fendt 800 mm breite Häckseltrommeln, die einen Durchmesser von 720 mm aufwiesen. Im selben Jahr rüstete der Hersteller die Nutzfahrzeuge mit zahlreichen Assistenzsystemen aus – beispielsweise dem ECO-/Power-Antriebskonzept oder dem Spurführungssystem VarioGuide.


Mähdrescher für die effektive Landwirtschaft

Die E-Serie von Fendt eignet sich für mittlere oder kleine landwirtschaftliche Betriebe. Ein Beispiel aus dieser Reihe ist der 5185 E, dessen 4-Zylinder-AGCO-Power-Motor 175 PS umsetzt. Das Schneidwerk weist eine Arbeitsbreite von bis zu 6 m auf. Für die Geschwindigkeit und das saubere Arbeitsergebnis sorgt die Frequenz von etwa 1220 Schnitten pro min. Über 4,30 m lange Schüttler erfolgt nach dem Dreschwerk die Auflockerung des Strohs mit einem Hub von 150 mm.
Ein weiteres Beispiel dieser Baureihe ist der 5225 E, ein 218 PS starkes Modell. Der 6-Zylinder-Motor verfügt über einen Hubraum von 7,4 l. Kunden haben die Wahl zwischen dem PowerFlow- und dem FreeFlow-Schneidwerk. Das 5,50 m breite Schneidwerk realisiert pro min bis zu 1254 Schnitte. Serienmäßig ist der Mähdrescher mit der Steuerungs- und Schaltzentrale AgritronicPlus ausgerüstet. Das System kontrolliert die Schnitthöhenautomatik und die Trommelgeschwindigkeit.


Quaderballen- oder Rundballenpressen?

Fendt ist in beiden Bereichen aktiv: Der Nutzfahrzeughersteller fertigt sowohl Rundballen- als auch Quaderballenpressen. Leistungsstarke Beispiele für die Quaderballenpressen sind die Modelle 1290 XD, 1290 S und 1270 S. Da sie zusätzlich mit einem Schneidwerk ausgestattet werden können, eignen sie sich gut für die Herstellung von Silage.
Wer trockene Erntegüter verarbeiten möchte, der findet mit dem Fendt 12130 N das richtige Modell. Eines der Spitzenmodelle ist der Fendt Squadra 1290 UD. Er bietet eine Presskraft von 760KN und eine Pressdichte von maximal 245 km/m³. Zur Ausstattung der Ballenpressen gehören die Rückraumkamera, die elektrische Ballenlängenverstellung und die integrierte Ballenwaage. Die 2. Kategorie der Ballenpressen sind die Rundballenpressen.
Eine der kleineren Ausführungen ist das Modell 1125 F, das über einen Presskammerdurchmesser von 1,25 m verfügt. Fendt beziffert die Presskammerbreite mit 1,23 m und das Presskammervolumen mit 1,5 m³. Der Motor dieser Variante setzt eine Leistung von 60 PS um. Rund 50 PS erbringt hingegen das Modell 4180 V Xtra. Diese Ballenpresse ist mit einer 3,1 m³ umfassenden Presskammer ausgestattet, die einen Durchmesser von 0,9 m bis 1,8 m aufweist.


Die Zukunft: elektrobetriebene Traktoren

Der Fendt e100 ist ein batteriebetriebener Traktor als Innovation für die Landwirtschaft. Der saubere Antrieb erbringt eine Arbeitsleistung von 50 kW und ermöglicht bis zu 5 im Teillastbetrieb ausgeführte Betriebsstunden. Für die Energielieferung ist eine Lithium-Ionen-Hochleistungsbatterie mit 700 V zuständig. Sie besitzt eine Kapazität von etwa 100 kWh. Die Aufladung erfolgt mittels einer genormten Hofsteckdose Supercharging. Wird der Stecker CCS Typ 2 verwendet, dann sind innerhalb von 40 min 80 % der Ladung aufgebaut. Im Betrieb gewinnt der Elektromotor Energie zurück, wodurch sich der Energieverbrauch effizient gestaltet.


Nach oben