Fiat-Hitachi-Bagger – das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit

Fiat Hitachi ist ein Markenname, der aus der Zusammenarbeit zwischen Fiat und Hitachi entstanden ist. Mittlerweile hat die Marke in Fachkreisen eine große Bekanntheit erlangt und deckt eine Vielzahl an Einsatzgebieten ab.

Die 1. Fiat-Hitachi-Bagger

Die K.K. Hitachi Seisakusho ist ein japanisches Unternehmen. 1986 entschied sich der Konzern für ein Joint Venture mit Fiat. Die beiden Partner stellen gemeinschaftlich die Fiat-Hitachi-Bagger her.

Von Klein bis Groß: die Produktpalette der Fiat-Hitachi-Bagger

Die Produktpalette von Fiat-Hitachi beinhaltet unter anderem Minibagger, mittelgroße Bagger und Großbagger. Mobilbagger, Spezialmaschinen, Krane, Radlader und starre Muldenkipper ergänzen das Angebot. Durch die große Bandbreite an unterschiedlichen Ausführungen finden Kunden sowohl für kleine wie auch für große Baustellen die passenden Modelle.

Großbagger für schwierige Arbeitsaufgaben

Die Großbagger wurden für schwierige Umgebungen und den 24-h-Dauereinsatz konzipiert. Sie eignen sich für Steinbrucharbeiten, für Aufgaben im Bergwerk und für Erdbewegungsarbeiten. Da im Steinbruch besonders harte Einsatzbedingungen herrschen, weisen die R-Modelle Verstärkungen an entscheidenden Komponenten auf. Besonders hohe Leistungen erbringen die EX-Mining-Modelle, welche 120 bis 800 t schwer sind. Der ZX490LCH-6 ist ein Beispiel für ein leistungsstarkes Modell. Der Motor setzt 270 kW um, er muss das Betriebsgewicht von bis zu 51.200 kg bewegen. Der Tieflöffel verfügt über ein Volumen von 1,3 bis 2,5 m³. Mit bis zu 4,3 m³ ist das Löffelvolumen des ZX470LCH-5G fast doppelt so hoch. Der Großbagger wiegt 46.400 bis 86.200 kg und setzt eine Leistung von 360 kW um.

Ein krasser Gegensatz: die Minibagger

Die Minibagger wiegen zwischen 1 und 6 t. Trotz der kompakten Außengröße bieten sie im Innenraum ausreichend Platz in der Kabine. Der Hersteller hat bei den Fahrzeugen auf die Benutzerfreundlichkeit geachtet. Die kleinen Minibagger können mit geeigneten Zugmaschinen auf Anhängern befördert werden. Auf engen Baustellen sind die Kurzheckmodelle ein großer Vorteil.

Die Mobilbagger als Allrounder

Die 14 bis 20 t schweren Mobilbagger werden für den Materialtransport, Fundamentarbeiten und Erdbewegungsarbeiten ebenso wie für den Straßenbau genutzt. Die mögliche Ausrüstung umfasst Löffel, Haken, Hämmer und Greifer. Ein kraftvolles Beispiel ist der ZX220-W5. Sein starker Motor mit 122 kW bewegt das 21.400 bis 24.000 kg schwere Fahrzeug. Der Tieflöffel besitzt ein Volumen von bis zu 1,2 m³.

Die technischen Besonderheiten

Der ZX210W-3F ist ein leistungsstarkes Modell, das an Bord einen hohen Komfort zur Arbeitserleichterung aufweist. Der Breitbild-LCD-Farbmonitor erlaubt das individuelle Einstellen des Kontrastes, sodass auf Tag- und Nachtschichten beste Sicht gewährleistet ist. Über den Computer rufen die Fahrer den Kraftstoffverbrauch und die Wartungsintervalle ab. Zudem wählen sie die Betriebsmodi aus. Zur Anpassung an den Fahrer sind 12 verschiedene Sprachen einstellbar. Der Bordcomputer macht eigenständig auf notwendige Wartungsarbeiten in Bezug auf den Kraftstofffilter aufmerksam. Entsprechende Zeitpläne legen die Fahrer im Vorfeld fest.

2 Preisbeispiele

Der Fiat-Hitachi EX135W weist ein Dienstgewicht von rund 14.000 kg auf. Der Cummins-4BT-3.9C-Motor erbringt eine Leistung von 103 PS. Wer sich für ein gebrauchtes Modell mit weniger als 8.000 Betriebsstunden entscheidet, der investiert rund 15.000 bis 16.000 € in das Fahrzeug. Im Lieferumfang sind meistens Hammer und Schnellwechsler enthalten. Der Fiat-Hitachi EX355 kostet auf dem Gebrauchtmarkt mit einer ähnlichen Nutzungszeit etwa 30.000 €. Er wiegt circa 35.000 kg.
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