KAWECO – Spezialist in Gülleausbringung und Silagewagen unter dem Dach von Kamps de Wild

KAWECO, auch KAWEC, ist der Markenname, unter dem Güllefässer und Erntewagen zum Transport von Mais- und Grassilage des niederländischen Agrarkonzerns Kamps de Wild vermarktet werden. Die Fahrzeuge werden bei der STAJA-Maschinenfabrik im niederländischen Hengelo gebaut. Zwei weitere bedeutende Hersteller landwirtschaftlicher Maschinen, Claas und Amazone, befinden sich ebenfalls unter dem Dach des Großkonzerns Kamps de Wild. Er verfügt damit über die Markennamen KAWECO, CLAAS und AMAZONE.

KAWECO ist seit den 1960er Jahren Teil des Konzerns Kamps de Wild, der seit 1919 landwirtschaftliche Maschinen entwickelt und baut. Unter der Marke KAWECO werden nicht nur Güllefässer und Silagewagen entwickelt, sondern Komplettsysteme. Zur Schonung der Umwelt müssen die Ausbringungssysteme der Gülle an wechselnde Bestimmungen angepasst und Neuentwicklungen eingearbeitet werden. Silagewagen sollen zur besseren Amortisierung der Investitionen möglichst vielseitig einsetzbar sein.


KAWECO-Güllefässer – hohe Leistung und geringer Bodendruck als Ziele

Spezialfahrzeuge für die Gülleausbringung sollen möglichst leistungsfähig sein bei möglichst niedrigem Bodendruck, um eine übermäßige Bodenverdichtung zu vermeiden. Das bedeutet, dass ein hohes Fassungsvermögen der Güllefässer mit einer hohen Pumpleistung und großer Auflagefläche der Reifen kombiniert wird. Um den sehr unterschiedlichen individuellen Anforderungen der Kunden entgegenzukommen, führt KAWECO eine Vielzahl von verschiedenen Güllefahrzeugen im Produktportfolio. Die einzelnen Modelle werden in Produktserien zusammengefasst, die sich hinsichtlich technischer Spezifikationen und Ausbringungstechnik deutlich voneinander unterscheiden. Beispielsweise differenziert der Hersteller zwischen der Profiserie I, II und III sowie zwischen Turbofässern und den Double Twin- und Schwanenhalsmodellen. Während es sich fast ausnahmslos um gezogene Fahrzeuge handelt, ist der Xerion Saddle Trac als Flaggschiff des Herstellers ein selbstfahrendes System, dem die Kombination einer Schwanenhalskonstruktion mit dem CLAAS Xerion Trac VC zugrundeliegt.

Güllefässer aus der Typserie Profi I sind zweiachsig in Tandemanordnung, bei denen die hintere Achse nachlaufend gelenkt wird. Optional steht eine Zwangslenkung zur Verfügung. Güllefässer aus dieser Serie haben ein Fassungsvermögen von 14.400 l bis 17.600 l. Die Systeme eignen sich gut für Schleppschuh-Gülleverteiler mit einer Arbeitsbreite von bis zu 15 m. Das Fassungsvermögen der Fässer aus der Typserie Profi II reicht von 10.500 l bis 22.900 l. Die ebenfalls zweiachsigen Fahrzeuge in Tandemanordnung sind mit einer besonderen Deichsel ausgerüstet, die sich auf verschiedene Reifengrößen und Traktortypen einstellen lässt. Fässer der Profiserie III weisen ein Fassungsvermögen von 16.300 l bis 32.000 l auf. Sie sind mit einem Tandem- oder Tridemfahrwerk ausgestattet und werden häufig an Lohnunternehmer geliefert. Aufliegermodelle mit Schwanenhals wurden in enger Kooperation mit CLAAS entwickelt und bilden ein gut zusammenpassendes System in Verbindung mit Xerion Tracs oder dem Trac VC von CLAAS.


Silagetransportwagen – besonders vielseitig einsetzbar

KAWECO führt für Ernte und Transport von Erntegütern 2 Modellserien von Transportwagen im Produktsortiment: die Modelle Pullbox 8000 und 9000 sowie die Modelle Radium 45/50, 55 und 60. Fahrzeuge aus der Serie Pull Box sind besonders vielseitig einsetzbar, so dass fast alle Arten von Schüttmaterial, von Silomais bis zu Zuckerrüben, transportiert und entladen werden können. Die bewegliche Vorderwand, die beim Entladevorgang mit nach hinten wandert, verhindert ein Vorrollen der Ladung. Bei dem größten Modell, dem Pullbox 9800H mit 50 cbm Fassungsvermögen, dauert das Entladen nur 45 Sekunden. Die Modelle aus der Serie Radium sind mit Tandem- oder Tridemachsen ausgerüstet. Ein besonderes Merkmal ist der konische Aufbau, durch den der Entladevorgang unterstützt wird. An der Rückwand ist die Ladefläche 6 cm breiter als an der Vorderseite. Optional können die Wagen aus der Radium-Serie mit Antriebsachsen ausgerüstet werden.


Nach oben