Grundsätzlich handelt es sich bei Lastwagen um Fahrzeuge mit einem starren Rahmen, die zur Beförderung von Lasten bestimmt sind und damit zu den Nutzfahrzeugen zählen. Nicht zu den LKW gehören Fahrzeuge unter 2,8 Tonnen Gesamtgewicht, während Fahrzeuge wie Muldenkipper, Schwertransporter, Sattelzugmaschinen oder Mobilkräne eine Sonderform darstellen und streng genommen auch keine Lkw sind. Im landläufigen Sinne bestehen Lastwagen aus einem tragenden Chassis, einem Führerhaus, einem Aufbau zur Aufnahme der Lasten sowie einem geeigneten Antrieb. Die Unterteilung erfolgt nach dem Gewicht in leicht, mittelschwer und schwer. Aus behördlicher Sicht sind auch Fahrzeuge mit einem Pkw-Fahrwerk und entsprechendem Aufbau wie die Hochdachkombis, Pritschenwagen, Kastenwagen und Kleintransporter Lkw, sofern sie entsprechend genutzt werden. Neben der Unterscheidung nach Gewichtsklasse wird eine Einteilung in Langhauber, Kurzhauber und Frontlenker getroffen. Beim Langhauber sitzt der Motor vor dem Führerhaus, beim Kurzhauber teilweise in der Fahrerkabine und beim Frontlenker hinter oder unter der Fahrerkabine.

Die amtliche Einordnung der Lastkraftwagen

Kategorisiert werden Lkw nach zulässigem Gesamtgewicht, Zweck und nach der Anzahl der Achsen. Alles, was sich mit einer Lkw-Zulassung unter 3,5 Tonnen Gesamtgewicht bewegt, fällt unter die Rubrik Kleinlaster oder Pkw-Umbau. Leichte Lkw wiegen zwischen 3,5 Tonnen und 7,5 Tonnen, mittelschwere Lkws zwischen 7,5 Tonnen und 12 Tonnen. Ab einem Gewicht von mehr als 12 Tonnen handelt es sich um einen schweren Lkw, wobei das Gesamtgewicht in Deutschland auch im Kombiverkehr 44 Tonnen nicht überschreiten darf. Die maximale zugelassene Gesamtlänge liegt bei 18,75 Metern, die Breite bei 2,60 Metern und die Höhe bei vier Metern. Fahrzeuge, deren Maße darüber hinausgehen, müssen als Sondertransporter mit Überlänge oder Überbreite angemeldet werden. Zudem gibt es noch die Differenzierung in Nah-, Verteiler- und Fernverkehrsfahrzeuge. Nahverkehrslastwagen haben grundsätzlich keine Ruheliege im Fahrerhaus während Verteilerfahrzeuge durchaus damit ausgestattet sein können. Lkws für den Fernverkehr müssen ein entsprechendes Fahrerhaus mit Ruheliege besitzen.

Standard- und Sonderaufbauten

Im Laufe der Jahre hat sich praxisbedingt eine Vielzahl unterschiedlicher Aufbauarten entwickelt, die sich am Ladegut orientieren. Die vorgeschriebenen Abmessungen setzen zwar Grenzen. Innerhalb dieser Grenzen besteht aber freier Gestaltungsraum, sofern daraus keine Gefährdung des Straßenverkehrs resultiert. Für Massenguttransporte sind die Aufbauten inzwischen weitestgehend standardisiert. Um typische Vereinheitlichungen handelt es sich bei den Pritschenwagen mit ihren offenen, festen Ladenflächen, den geschlossenen Kastenwagen, den Fahrzeugen mit Tankaufbauten sowie den Kipper- und Containerfahrzeugen der Bauwirtschaft. Geschlossenen Kästen stehen als Kastenwagen, Kofferaufbau und Kühlwagen zur Verfügung. Containerfahrzeuge werden unterschieden in Lastwagen mit Containerchassis, Wechselbrücken-Systeme und Wechselladerfahrzeuge.
Nach oben