Palfinger: der Spezialist für Krane und andere Arbeitsgeräte

Palfinger ist weltweit der Marktführer für Hebe-Vorrichtungen. Diese installiert der österreichische Konzern vorwiegend auf Lkws, doch bietet er auch Krane für Schiffe oder fest installierte Systeme an. Das traditionsreiche Unternehmen setzt auf Innovation und fortschrittliche Technik und nutzt dabei ressourcenschonende Produktionsweisen, um auch seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden.



Die Geschichte des Unternehmens

Bereits 1932 gründete Richard Palfinger im österreichischen Schärding unweit von Passau gelegen das Unternehmen Palfinger. Allerdings handelte es sich dabei in den Anfangsjahren um eine recht einfache Schlosserwerkstatt, die sich vorwiegend der Reparatur landwirtschaftlicher Arbeitsgeräte wie Anhänger, Kipper und anderen Fahrzeugaufbauten widmete. Eigene Produkte stellte Palfinger in dieser Zeit nur in sehr begrenztem Umfang her. Bei den ersten Modellen des Konzerns handelte es sich um landwirtschaftliche Maschinen. Der erste Kran dieser Marke entstand 1959.

1964 beschloss Hubert Palfinger, der älteste Sohn des Firmengründers, sich auf hydraulische Lkw-Ladekrane zu spezialisieren. Dieser Bereich sollte fortan den Produktionsschwerpunkt des Unternehmens ausmachen. Schon wenige Jahre später begann Palfinger, nicht nur einzelne Krane herzustellen, sondern diese in Serie zu produzieren. Mit der Serienproduktion begann schließlich auch der Export der Arbeitsgeräte. Während dieser Zeit entwickelte der Konzern eine eigene Abteilung für Forschung und Entwicklung, die zahlreiche Patente im Bereich der Hydraulik und Krantechnik auf den Weg brachte. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Patent für den sogenannten Mastensetzgreifer, das Palfinger 1973 anmeldete. Es sorgte dafür, dass die Krane des Unternehmens nun nicht mehr ausschließlich Hebearbeiten, sondern auch andere Aufgaben verrichten konnten. Das war der erste Schritt, um aus dem Kran ein multifunktionales Werkzeug zu machen. Dieser Ansatz spielt bei Palfinger bis heute eine wichtige Rolle, sodass die Gebrauchtfahrzeuge dieser Marke oftmals zahlreiche Zusatzfunktionen erfüllen können. Ein weiteres bahnbrechendes Patent folgte im Jahr 1976: Der von dem österreichischen Unternehmen entwickelte klappbare Hauptarm stellte einen wichtigen Fortschritt in der Krantechnik dar. Mit dieser Klappfunktion war es nun möglich, Krane mit sehr großer Reichweite auf einem Lkw zu installieren.

Die zahlreichen technischen Neuerungen führten dazu, dass die Krane von Palfinger den Modellen der Konkurrenz in vielen Fällen technisch überlegen waren. Dies begünstigte das schnelle Wachstum des Unternehmens in der Folgezeit. 1984 eröffnete Palfinger sein zweites Werk im österreichischen Legau. Gleichzeitig steigerte sich die Exportquote des Konzerns auf über 90 Prozent. Palfinger exportiert seine Krane seither in mehr als 70 Länder.



Wichtige Fusionen des Unternehmens

Im Jahr 1996 stellte Palfinger den Abrollkipper PALIFT vor. Damit stieß der Konzern in ein neues Produktsegment vor. In diesem speziellen Bereich baute er 1999 seine Position deutlich aus, als er den französischen Hersteller Guima S.A. übernahm. Dieser war zum damaligen Zeitpunkt der weltweit zweitgrößte Hersteller für Abrollkipper.

2003 stellte Palfinger die Hubarbeitsbühne ACCESS vor und erschloss sich damit einen weiteren Geschäftsbereich. Bereits im folgenden Jahr baute der Konzern seine Position in diesem Segment aus, indem er das Unternehmen BISON übernahm, das bislang in Deutschland die Führungsrolle eingenommen hatte. Durch die Übernahme des britischen Herstellers Ratcliff erweiterte Palfinger außerdem sein Sortiment um den Bereich der Ladebordwände.

Durch diese Fusionen und die Gründung weiterer Niederlassungen entstand ein multinationaler Konzern, der auf mehreren Kontinenten Produktionsstätten unterhält. Trotz des in den letzten Jahrzehnten deutlich ausgeweiteten Produktportfolios stellen die Lkw-montierten Krane mit Knickarm nach wie vor den wichtigsten Geschäftsbereich des Unternehmens dar. In dieser Sparte ist Palfinger der unangefochtene Weltmarktführer.



Die mobilen Krane von Palfinger

Den Schwerpunkt der Produktion von Palfinger stellen Ladekrane dar, die sich für die mobile Montage auf einem Lkw eignen. Diese ermöglichen es, den Kran flexibel einzusetzen und sind in vielen Fällen sogar beim Be- und Entladen der Ladefläche behilflich. Die Ausführungen der neuen oder gebrauchten Krane sind dabei vielseitig: Es gibt Modelle, die sich für die Montage hinter dem Führerhaus anbieten. Andere eignen sich hingegen für die Installation am Heck. In jedem Fall ist der Kran direkt am Rahmen des Fahrzeugs angebracht, um eine hohe Festigkeit zu garantieren. Der Antrieb erfolgt über den Motor des Fahrzeugs. Die Kraftübertragung übernimmt dabei eine Ölpumpe.

Durch den patentierten Knickarm lassen sich die mobilen Krane während der Fahrt sehr platzsparend aufbewahren, sodass sie nur einen geringen Teil der Ladekapazität eines Lkws einnehmen. Daher ermöglicht ein Kran von Palfinger meist eine hohe Effizienz bei der Arbeit. In vielen Fällen ist es möglich, einen Lkw-Kran von Palfinger in gebrauchtem Zustand separat zu erwerben. Manchmal gibt es jedoch auch Angebote für komplette Gebrauchtfahrzeuge, bei denen der Kran bereits installiert ist.

Palfinger nutzt bei seinen Modellen im Allgemeinen keine unterschiedlichen Produktnamen. Die verschiedenen Ausführungen sind stets durch die Abkürzung PK gekennzeichnet, der eine Nummer und gegebenenfalls ein weiterer Zusatz folgen. Die ersten zwei Ziffern der Nummer geben dabei an, wie groß das Hubmoment des Krans ist. Der PK 29.002 hat beispielsweise ein Hubmoment von etwa 29 Metertonnen.

Ein beliebtes Modell von Palfinger ist der PK 20.501 L. Dieser Kran hat ein Hubmoment von 19,7 Metertonnen und eine Reichweite von 13,7 m. Er gehört der häufig verwendeten L-Serie an, die sich für die Heckmontage eignet und die insbesondere im Baugewerbe häufig zum Einsatz kommt. Ein wichtiger Vorteil dieser Modelle besteht darin, dass der Kranführer eine deutlich erhöhte Sitzposition einnehmen kann. Dies verleiht ihm einen guten Überblick für die Arbeit auf der Baustelle. So kann er die Transportgüter zudem an einem erhöhten Standort absetzen, was in vielen Fällen die Arbeit auf der Baustelle erheblich vereinfachen kann. Der Schwenkbereich von 440 Grad trägt ebenfalls dazu bei, dass sich der PK 20.501 L für vielfältige Aufgaben anbietet.



Weitere Produkte von Palfinger

Neben den mobilen Kranen ist es außerdem möglich ein Gebrauchtfahrzeug zu erwerben, das mit einer Hubarbeitsbühne von Palfinger ausgestattet ist. Diese Geräte bieten sich beispielsweise für den Einsatz bei den Stadtwerken an, da sie sich gut für die Wartung von Straßenlaternen und den Schnitt der Bäume am Straßenrand eignen. Auch für Betriebe, die Fassaden renovieren oder reinigen, kann die Hubarbeitsbühne sehr nützlich sein. Darüber hinaus sind sehr viele Gebrauchtfahrzeuge erhältlich, die über eine Hubladebühne von Palfinger verfügen. Diese gestaltet Be- und Entladevorgänge sehr effizient, da sie dabei helfen kann, schwere Gegenstände auf die Ladefläche des Lkws zu befördern. Insbesondere Speditionen können mit den zuverlässigen Produkten von Palfinger für eine hohe Effizienz bei der Arbeit sorgen.

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