Schaeff: Bagger und Lader aus Baden-Württemberg

Der Unternehmer Karl Schaeff gründete im Jahr 1937 die Karl Schaeff GmbH & Co. KG. Sitz der Firma, die zunächst ausschließlich Agrarmaschinen reparierte, war Langenburg im Norden von Baden-Württemberg. An diesem Standort ist das Unternehmen nach wie vor aktiv, durchlebte im Laufe der Zeit jedoch einige Umstrukturierungen. So wurde das Geschäftskonzept im Jahr 1947 grundlegend verändert und fortan wurden hauptsächlich Zubehör und Geräte für Baumaschinen produziert.
Später stieg das Unternehmen auch in die Fertigung von Baumaschinen ein, sodass das Portfolio unter anderem Bagger, Radlader und ähnliche Maschinen umfasste. 1985 übernahm Schaeff die Johannes Fuchs KG und erweiterte so das Produktangebot an Baggern. Im Jahr 2002 wurde Schaeff schließlich von Terex Deutschland aufgekauft. Seitdem werden alle Fahrzeuge unter diesem Namen vertrieben, weiterhin aber am Standort in Langenburg gefertigt. Baumaschinen unter dem Namen Schaeff sind heute auch in Form von Gebrauchtfahrzeugen erhältlich.


Innovationen im Baggerbereich

Vor allem bei den Baggern entwickelte Schaeff einige Neuerungen, was für eine große Verbreitung der Maschinen sorgte. Aus diesem Grund findet man auch heutzutage noch viele Schaeff Bagger gebraucht auf dem Markt. So entstammt beispielsweise die Knickmatik-Technik der Entwicklung von Schaeff und kommt vor allem bei den kleinen und mittleren Baggern zum Einsatz. Hierbei ist es möglich, die Schaufel stufenlos um bis zu 90 Grad zu knicken, was komplexe Erdarbeiten möglich macht, ohne die Position des Baggers verändern zu müssen. Weiterhin ist die Firma in diesem Bereich der Baumaschinen sehr breit aufgestellt. Die Raupenbagger bilden das Einstiegssegment von Schaeff und sind in verschiedenen Größenklassen erhältlich. Kompakte Maschinen für den Garten- und Landschaftsbau mit einer Grabtiefe von maximal 1,62 m zählen ebenso zum Portfolio wie Bagger für den Hoch- und Tiefbau mit Grabtiefen von über vier Metern. Das Betriebsgewicht dieser Maschinen liegt dabei zwischen 1,1 und 12,5 t, wobei die Leistung von zehn PS bis 116 PS variiert. Die Mobilbagger hingegen verfügen über zwei Radachsen und sind für gröbere Arbeiten konzipiert. Hier bietet Schaeff Maschinen mit einer Grabtiefe zwischen 3,5 m und 4,65 m an, die auch als Gebrauchtfahrzeug häufig zu finden sind. Das Gewicht dieser Baumaschinen liegt zwischen 6,8 und 12,5 t.


Lader für verschiedene Zwecke

Die Lader bilden die zweite große Gruppe an Baufahrzeugen des Herstellers. Wie bei den Baggern gebraucht Schaeff hier ebenfalls sowohl Raupen- als auch Radantriebe. Auch hier bilden die Raupenlader die Einstiegsklasse und beginnen bei einer Nutzlast von etwa 300 kg. Die Kompaktlader mit Radantrieb bieten in den unterschiedlichen Modellvarianten eine Nutzlast von 748 kg bis 1587 kg. Hierbei liegt das maximale Betriebsgewicht zwischen 2750 kg und 4300 kg. Eine weitere Klasse bilden die Baggerlader, welche von der Optik her den landwirtschaftlichen Traktoren ähneln. Sie verfügen über eine Schaufel an der Front sowie einen am Heck montierten Bagger. Mit diesen Baumaschinen sind Grabtiefen von über fünf Metern möglich und die Maschinen sind multifunktionell auch zur Abraumbeseitigung einsetzbar.


Anbaugeräte für unterschiedliche Maschinen

Ebenfalls zum Sortiment von Schaeff zählen Anbaugeräte, die für Baumaschinen des Herstellers konzipiert sind. Hierzu zählen etwa die Hydraulikhämmer, die an den Baggern montiert werden können. Diese sind in verschiedenen Größen erhältlich und können so auf Baggern mit einem Gewicht von 0,7 bis 45 t montiert werden.


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