Stockey & Schmitz: Landmaschinen, Frontlader und Mähwerke einer Traditionsmarke

Das Unternehmen Stockey & Schmitz geht auf eine kleine Werkstatt zurück, die im 18. Jahrhundert von Arnold Stockey gegründet wurde. Stockey betrieb seine Werkstatt im westfälischen Gevelsberg, wo sich auch in 2018 noch der Stammsitz des Unternehmens befindet. Zu dieser Zeit fertigte man in der Werkstatt vor allem Stahl für Fässer und erweiterte die Produktion später mithilfe einer eigenen Gießerei. Im Jahre 1886 erhielt die Firma durch den Einstieg von Wilhelm Schmitz den Namen, unter dem sie bekannt werden sollte: Stockey & Schmitz. Zur Jahrhundertwende 1900 beschäftigte der Betrieb um die 150 Mitarbeiter und ab 1920 begann man mit der Produktion von Metallteilen für Landmaschinen. Die ersten Landmaschinen, die komplett bei Stockey & Schmitz montiert und auch unter der eigenen Marke vertrieben wurden, verließen 1936 die Werkshallen. Man konzentrierte sich vor allem auf Mähwerke und Heuaufzüge. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Nachfrage nach Landmaschinen stark an, wovon das Unternehmen profitieren konnte. Während der Hochphase Mitte der 1960er Jahre waren rund 700 Arbeiter beschäftigt. Auch die bekanntesten Modelle stammen aus dieser Zeit. Mittlerweile ist Stockey & Schmitz ein reiner Auftragsfertiger und stellt Teile für die Fahrzeugindustrie her.

Bekannte Modelle von Stockey & Schmitz – vom Frontlader bis zum Mähwerk

Stockey & Schmitz macht sich vor allem durch kompakte Frontlader für kleinere und mittlere landwirtschaftliche Betriebe sowie vielseitige Mähwerke einen Namen. Eine besonders hohe Verbreitung erreichten die Landmaschinen, die mit Traktoren der Marke Deutz kompatibel waren. Stockey & Schmitz fertigte mehrere Serien passend für die kompakten Ackerschlepper der Serie Deutz D 25 bis D 50. Bei den Heckmähwerken gelang der Firma mit der Reihe Favorit ein großer Erfolg. Die verschiedenen Modelle wie der S & S Favorit T4 V kamen Mitte der 1960er Jahre auf den Markt und erfüllten die wachsenden Ansprüche an Landmaschinen, bedingt durch stetig wachsende Ackerflächen. Für die Bearbeitung von unebenen Flächen erwiesen sich die Heckmäher vom Typ Universal als zuverlässig und vielseitig.

Innovationen von Stockey & Schmitz

Stockey & Schmitz konnte besonders im Bereich der Extras einige interessante Neuerungen in der Landmaschinentechnik etablieren. Zu diesen gehört beispielsweise die hydraulische Rückholeinrichtung für Frontlader. Lange bevor diese zur Serienausstattung von Frontladern gehörte, bot der Hersteller solche Systeme an. Die Hydraulik sorgt dafür, dass der Frontlader deutlich schneller in seine Ausgangsposition zurückfährt und ermöglicht darüber hinaus die kontrollierte Entleerung des Frontsystems. Auch das passende Steuergerät wurde von Stockey & Schmitz entwickelt und ließ sich an jedem Traktor nachrüsten. Intelligente Technik für Landmaschinen wurden auch im Bereich der Mähwerke entwickelt. Erwähnung verdient hier ein Spezial-Mähwerk für Hänge und Böschungen, das am Heck von Schleppern genutzt werden konnte. Es lässt sich in mehreren Neigungswinkeln und Längeneinstellungen betreiben, sodass man sowohl abfallende Hänge als auch Steigungen bequem mähen kann. Zur Bearbeitung von größeren Flächen konzipierte Stockey & Schmitz mehrere Modelle von Universal-Mähwerken. Bereits zu Beginn der 1960er Jahre ermöglichten es diese, dass ein kompakter Traktor mit einem Arbeitsgang eine Fläche bearbeitet, für die ansonsten 5 Ackerschlepper benötigt wurden.
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