Rüttel- und Baumaschinen von Vibromax

Die Baumaschinen von Vibromax werden vornehmlich für die Verdichtung von Böden und Aufschüttungen eingesetzt. Die bei diesem Arbeitsgang verursachten Vibrationen sind dabei in ihrer Intensität für Menschen und Gebäude absolut harmlos. Verantwortlich dafür ist unter anderem die lange Erfahrung in der Technik der Erdverdichtung, für die das Unternehmen steht.


Ein Unternehmen mit langjähriger Erfahrung

Der spätere Eigentümer Robert Franz Josef Losenhauser machte sich im Jahr 1880 in Düsseldorf selbstständig. Sein Ziel war es, Maschinen, Apparate und Armaturen zu verkaufen und auch selbst herzustellen, weshalb in dem Unternehmen auch eine Gelbgießerei eingerichtet wurde. Zu seinen Kunden zählten besonders der Schiffbau und das Bergwesen.
Bereits neun Jahre später hatte sich seine Belegschaft verzehnfacht, was Losenhauser dazu veranlasste, eine neue Fabrikhalle zu errichten. In dieser wurde die Produktion dann deutlich erweitert. Neben den bisherigen Modellen wurden ab sofort auch Kräne, Laufkatzen, Waagen, Kabelwinden und Prüfmaschinen geplant und produziert. Weiterhin wurde die firmeneigene Gelbgießerei um eine Eisengießerei ergänzt. So war das Unternehmen bereits früh in der Lage, die benötigten Bauteile größtenteils selbst herzustellen. Im Laufe der Zeit erfolgten viele Anmeldungen für Patente. Darunter auch das Grundsatzpatent von 1935 für ein Gerät zur Verdichtung von Böden und sonstigen Massen. Dieses Patent lieferte die Grundlage für den Plattenrüttler Vibromax AT 5000, von dem ein Modell heute im Deutschen Museum in München ausgestellt ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg produzierte das Unternehmen unter anderem nun Vibromax Rüttelgeräte. Auch das Ursprungsmodell Vibromax AT 5000 wurde weiterentwickelt und als Vibromax sp AT 2000 vertrieben.
Ab 1970 wurde das Unternehmen der Losenhausen AG neu geordnet. Im Focus des Konzerns stand ab sofort das Rüttler- und Baumaschinengeschäft. Noch im selben Jahr erwarb das US-amerikanische Unternehmen Tenneco die Losenhausen AG, für die in weiterer Folge der Firmenname Case-Vibromax gebraucht wurde. 1989 wurde Case-Vibromax jedoch überraschend geschlossen. Daher sind die Maschinen, die bis zu dieser Zeit entstanden, heute meist nur noch als Gebrauchtfahrzeuge zu finden. Im Jahr 2005 erwarb dann der britische Baumschinenhersteller JCB das Unternehmen.


Innovativ und zukunftsweisend

Vibromax steht heute für moderne Bodenverdichtungstechnik im Bauwesen. Ob beim Straßenbau, beim Tief- oder Hochbau oder bei der Verlegung neuer Eisenbahntrassen, Stampfer und Verdichter von Vibromax sind auf unzähligen Baustellen zu finden. Das Basismodell des Stampfers, der von einer Person betrieben werden kann, ist aus dem täglichen Straßenbild großer Städte kaum noch wegzudenken. Ebenso bekannt sind die großen vibrierenden Planierwalzen von Vibromax, deren Heck einem Radlader gleicht und in deren vorderem Bereich sich anstelle von Rädern eine schwere Walze befindet.
Diese Maschinen verdichten, ähnlich dem Stampfer, Böden und Aufschüttungen zum einem durch das eigene Gewicht und zum anderen durch ihre Vibrationen. Gebraucht werden die vibrierenden Baumaschinen vor allem in jenen Arbeitsbereichen, in denen Fahrzeugen wenig Platz zum Zurücksetzen und Umkehren zur Verfügung steht. Auf dem Markt für Baumaschinen und Gebrauchtfahrzeuge sind die Modelle von Vibromax begehrte Objekte.


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