Das passende Modell für jeden Einsatz: VW-Nutzfahrzeuge

Vom berühmten T1, auch Bulli genannt, bis zum kraftvollen Amarok blickt VW auf eine lange Tradition an Nutzfahrzeugen zurück. Das Unternehmen bietet unter der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge eine breite Vielfalt an Modellen für verschiedene Einsatzzwecke. Ob Bus, Kastenwagen, Pritsche, Pick-up oder sogar Minivan – im Vordergrund steht vor allem die Funktion.

Jahrzehntelange Tradition mit Nutzfahrzeugen von VW

Die Volkswagen AG mit Hauptsitz im niedersächsischen Wolfsburg wurde im Jahr 1938 gegründet. Erstes Modell war der VW Typ 1, im Volksmund später bekannt als Käfer. Zunächst unter dem Namen Volkswagen ohne weitere Modellbezeichnung vermarktet, bezeichnete ab Ende der 1960er-Jahre auch Volkswagen selbst den Typ 1 als Käfer. Die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge wurde 1995 innerhalb des Volkswagen-Konzerns gegründet. Unter ihr laufen weltweit sämtliche Aktivitäten bezüglich der Produktion, des Vertriebs und des Marketings von Volkswagen-Fahrzeugen, die vermehrten Nutzwertcharakter haben oder als reine Nutzfahrzeuge im Sinne von Lastkraftwagen gelten. Der Sitz von Volkswagen Nutzfahrzeuge liegt im niedersächsischen Hannover. Dort befindet sich auch die erste Produktionsstätte von Volkswagen-Nutzfahrzeugen seit 1950.

Die historische Nutzfahrzeugflotte von Volkswagen

Als erstes Nutzfahrzeug von VW gilt der sogenannte Typ 2, heute besser bekannt als VW Bulli. Der Typ 2 T1 wurde ab 1950 angeboten, zunächst als reiner Kastenwagen ohne Fenster im Laderaum und hinten ohne Sitze. Für die Herkunft des Namens Bulli gibt es verschiedene Erklärungsansätze: Er könnte einerseits aus einer Zusammensetzung der Fahrzeuggattungen Bus und Lieferwagen stammen. Andererseits könnte er auch daher rühren, dass der Bulli T1 damals im Vergleich zum Käfer ein stattliches und eher bullig wirkendes Erscheinungsbild hatte. Der 1975 erschienene LT (Abkürzung für Leichttransporter oder Light Truck) war deutlich größer als der bereits lange auf dem Markt befindliche Transporter. Der LT hatte ein klassisches Antriebskonzept mit Frontmotor und Heckantrieb. Gleichzeitig war mit dem LT erstmals ein Volkswagen-Nutzfahrzeug mit Dieselmotor erhältlich. Gesamtgewichte zwischen 2,8 und 5,5 t waren möglich. Der G90 und der spätere L80 waren in den 1980er- und 1990er-Jahren die größten Nutzfahrzeuge von Volkswagen. Beide entstanden in Zusammenarbeit mit MAN, das mit seiner langjährigen Erfahrung VW im Nutzfahrzeugbau unterstützte. Das Gesamtgewicht des G90 und L80 betrug bis zu 7,5 t. Die Produktion des L80 wurde jedoch im Jahr 2003 eingestellt. Das Modell Taro war ein Pick-up und wurde gemeinsam mit Toyota entwickelt. Es wurde in den Karosserievarianten Einzel- und Doppelkabine und als sogenannte Xtra-Cab-Version von 1989 bis 1997 angeboten. Toyota vermarktete das technisch baugleiche Modell als Hilux. Später gab es sowohl von Volkswagen als auch von Toyota noch eine höhergelegte 4x4-Version des Taro beziehungsweise Hilux. Das Nutzfahrzeug-Modell Caddy der 1. Generation basierte auf dem Golf I, es war ein Pick-up mit einer Einzelkabine. Der Caddy wurde zunächst in Hannover produziert, später verlegte das Unternehmen die Fertigung in das ehemalige Jugoslawien. Durch die Zerstörung des Werks aufgrund des Bosnienkriegs von 1992 wurde die Produktion dieses Modells für Europa eingestellt.

Von Amarok bis load-up! – moderne Nutzfahrzeuge von VW

Die moderne Nutzfahrzeugflotte umfasst Pick-ups und Fahrzeuge mit Plane und Spriegel ebenso wie Kastenwagen in den verschiedensten Gewichtskategorien. Der Amarok ist ein Pick-up und als Einzel- oder Doppelkabine erhältlich. Obwohl das Fahrzeug sich deutlich am Geschmack des US-amerikanischen Publikums orientiert, ist das Fahrzeug in den USA selbst nicht erhältlich. In Europa ist der Amarok bereits seit 2010 erfolgreich. Der Caddy ist der kleine und preisgünstige Bruder des VW-Modells Transporter. Er eignet sich für jeden, der regelmäßig Ladungsbedarf hat, aber nicht so viel Raum braucht, wie ihn das größere Modell bietet. Der Caddy ist zudem als Kastenwagen in geschlossener Variante erhältlich. Der Vorteil dieser Bauform ist die Einstufung als Lkw, die steuerliche und versicherungstechnische Vorzüge hat. Mit dem ab 1990 gebauten Transporter T4 Kastenwagen vollzog sich ein Wechsel in der Nutzfahrzeugwelt von Volkswagen. Verfügte der bis 1992 parallel gebaute T3 noch über Heckmotor und -antrieb, hatte der T4 Frontmotor und Frontantrieb. In den Abmessungen weitestgehend gleich mit seinem Vorgänger, war der T4 eine völlige Neukonstruktion. Im Gegensatz zu allen Vorgängern wurde er als konventioneller Kurzhauber gestaltet. Beginnend mit dem T4 wird dieses Modell in 2 Radständen (kurz und lang) angeboten. Den Volkswagen Transporter gibt es in einer Vielzahl an Varianten, die genau auf die jeweilige Nutzung abgestimmt sind. Der Transporter Pritschenwagen ist beispielsweise ein klassischer Pritschenwagen mit großer Ladefläche. Er ist technisch eng mit dem Volkswagen Transporter Kastenwagen verwandt und in zahlreichen Varianten erhältlich – etwa mit unterschiedlichen Ladeflächen und Spriegel und in Einzel- und Doppelkabinenaufbau. Der Transporter Kombi ist wiederum die geeignete Modellvariante für den Transport von Gütern in einem geschlossenen Raum. Das Transporter Fahrgestell liefert VW hingegen einfach nur mit der Fahrerkabine aus. Es ist ausschließlich für Spezialaufbauten durch Businesskunden vorgesehen. So ist es zum Beispiel für den Aufbau als Krankentransporter geeignet und dient als Kommunalfahrzeug. Alternativ wird es auch für militärische Zwecke eingesetzt.{newline}{newline}Der Multivan ist eine seit 1985 angebotene Variante des Volkswagen Transporter. Er lässt sich für verschiedenste Einsatzzwecke anpassen. So bietet der Multivan Transportmöglichkeiten für bis zu 9 Personen. Aufgrund der einfach herausnehmbare Sitze gibt es jedoch auch die Option, sehr viel Laderaum zu schaffen. Durch die umklappbare Sitzbank, einen ausklappbaren Tisch, Leseleuchten und einknüpfbare Vorhänge ist auch eine Übernachtung bequem möglich. Sondermodelle des Multivan sind der Multivan „70 Jahre Bulli“ sowie der Multivan „Generation Six“. Der Caravelle gilt als besonders luxuriöse Variante des Volkswagen Transporter. Er verfügt bereits ab Werk über hochwertige Sonderausstattungen und dient in erster Linie dem Personentransport. Allerdings wird er vom Hersteller als Nutzfahrzeug gesehen und vermarktet. Dies liegt daran, dass er sich in kurzer Zeit so umrüsten lässt, dass er auch einmal größere Mengen an Ladung transportieren kann. Der Volkswagen Crafter Kastenwagen ist eine Gemeinschaftsentwicklung von VW und Daimler. Er ist daher technisch fast vollständig identisch zum Sprinter von Mercedes-Benz. Der Crafter bietet das größte Raumangebot in der Flotte der VW-Nutzfahrzeuge. In weiteren Karosserievarianten ist er auch als Crafter Pritschenwagen erhältlich. Zudem gibt es eine Ausführung als reines Crafter Fahrgestell nur mit der Fahrerkabine und ohne weitere Aufbauten für Spezialzwecke. Besonders interessant für Kunden, die auf kompaktem Raum Ladung transportieren wollen, ist das kleinste Nutzfahrzeug im Portfolio von Volkswagen: der load-up! Er basiert auf dem verwandten Personenwagen up!, dem kleinsten Fahrzeug der Marke. Als umweltfreundliche Alternative ist der Kleintransporter als eco-load-up! auch mit Erdgasantrieb lieferbar. Als e-load-up! fährt der kleine Lieferwagen mit elektrischem Antrieb und somit völlig ohne lokale Emissionen.
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