Suzuki – vom Webstuhl zum Automobil

Suzuki wurde 1909 von Michio Suzuki in Tokio gegründet. Anfangs als Hersteller von Webstühlen tätig, stieg Suzuki 1936 in die Fahrzeugproduktion ein. Ein erster Prototyp wurde 1937 vorgestellt. Aufgrund des kurz darauf folgenden Zweiten Weltkriegs belieferte das Unternehmen vorrangig die Rüstungsindustrie. 1952 präsentierte Suzuki sein erstes Motorrad. 1954 wurde die Produktion von Webstühlen endgültig aufgegeben, um sich dem Fahrzeugmarkt zu widmen. Der erste Pkw erschien 1955. Insbesondere ab 1963 begann der Hersteller seine weltweite Expansion. Neben eigenen Modellen fertigt das Unternehmen auch Fahrzeuge für andere Hersteller.

Der Durchbruch einer Marke – der Suzuki LJ80

Der LJ80 erschien 1978 auf dem Markt. Es ist ein Geländewagen, der für die australische Armee entwickelt wurde, dann aber seinen Weg in den Handel fand. In Deutschland wurde der LJ80 erstmals 1979 vorgestellt. Als Antrieb fungiert ein 4-Zylinder-Motor mit 797 cm³ Hubraum. Die Motorleistung betrug ursprünglich 39 PS, wurde 1982 aber auf 41 PS angehoben. Das Modell erreicht maximal 107 km/h. Auf dem deutschen Markt wurde es zuerst als Jipsy und Eljot angeboten. Aufgrund von Rechtsstreitigkeiten wurden diese Bezeichnungen später wieder fallen gelassen. Der LJ80 markierte den Durchbruch von Suzuki auf dem Weltmarkt. Er wurde bis 1982 produziert und dann von der SJ-Serie abgelöst.

Die SJ-Modelle

Die Geländewagen aus dieser Serie wurden mit Starrachsen und Leiterrahmen versehen. Käufer hatten die Wahl zwischen geschlossenen und offenen Versionen. Letztere besaßen als Extra eine umklappbare Windschutzscheibe. Die SJ-Modelle haben einen Heckantrieb, ein Allradantrieb lässt sich hinzuschalten. Die Fahrzeuge dieser Serie kamen unter verschiedenen Namen auf den Markt. So wurde in der Schweiz die Bezeichnung „Strada“ verwendet. In manchen Ländern wurden die SJ-Geländewagen auch als „Suzuki Sierra“ angeboten.

Der Suzuki Jimny

Der Jimny erschien im Jahre 1998. Auch hier bot der Hersteller die Wahl zwischen geschlossenen und offenen Versionen. Die 2017er-Version des Geländewagens wird als 3-Türer und „Ranger“ angeboten. Der 3-Türer wird von einem 1,3-l-Benzinmotor angetrieben, der maximal 84 PS leistet. Wie bei den Vorgängermodellen findet sich auch hier ein zuschaltbarer Allradantrieb. Er kann bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von 100 km/h genutzt werden. Der Gangwechsel erfolgt über ein 5-Gang-Schaltgetriebe oder ein 4-Stufen-Automatikgetriebe. Der Jimny besitzt zudem eine umklappbare Rückbank sowie einen Seitenaufprallschutz. Der Jimny Ranger ist noch stärker auf Offroad-Einsätze ausgelegt: So besitzt er einen verbesserten Allradantrieb sowie eine abnehmbare Anhängerkupplung. Der Laderaum lässt sich mit einem Trenngitter absichern. Zudem kann man die Laderaumauskleidung zusammenfalten. Hubraum und Leistung sind identisch mit der dreitürigen Version.

Kleintransporter von Suzuki

Der japanische Hersteller bot erstmals 1961 auch Kleintransporter an. Sie sind auf dem asiatischen Markt sehr erfolgreich. In Europa sind sie hingegen oft nur als Importmodell erhältlich. Zu den beliebtesten Modellen zählt der Suzuki Carry, der auf mehr als 10 Modellgenerationen zurückblicken kann. Die 12. Generation erschien 2013 und stellt einen klassischen Pritschenwagen dar. Er ist 3,40 m lang und 1,48 m breit. Der Motor besitzt 0,66 l Hubraum und leistet maximal 66 kW. Zu den Extras zählen eine automatisch zuschaltbare Differenzialsperre sowie ein Fahrerairbag.
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