Informationen zu Audi
1899 gründete der deutsche Maschinenbauingenieur August Horch in Köln seine erste Fabrik, die Horch-Werke, und brachte damit 1901 sein erstes Auto heraus. In den darauf folgenden Jahren zog das Unternehmen erst nach Reichenbach (Sachsen) und dann nach Zwickau um. Wegen finanziellen Schwierigkeiten und Streit mit dem Aufsichtsrat war Horch 1909 jedoch gezwungen, seine Firma zu verlassen, woraufhin er ein neues Automobilwerk gründete. Die Verwendung des Namens Horch wurde ihm aber nach einem Rechtsstreit verboten, deshalb übersetzte er seinen Namen kurzerhand ins Lateinische; der Markenname Audi (= hör zu!) war geboren.
Aufgrund erneuter finanzieller Probleme fusionierte die Audi AG mit DKW, Horch und Wanderer zur Auto Union AG. Aus dieser Fusion entsprang das heutige Audi-Firmenlogo mit seinen vier ineinander übergehenden Ringen. 1921 brachte die Auto Union AG das erste Serienautomobil mit Linkslenkung auf den Markt. Dadurch wurde besonders das Überholen durch die bessere Einsicht in den Gegenverkehr sicherer, und Ende der 20er Jahre setzte sich schließlich die Linkslenkung durch.
In den 30er Jahren war die Auto Union AG der bedeutendste Fahrzeuglieferant der Wehrmacht, ab 1940 stellte man jedoch den Automobilbau ein und produzierte von nun an nur noch für Rüstungszwecke. Nach dem Krieg demontierte die Sowjetunion die Audiwerke und die Marke Audi wurde aus den Handelsregistern entfernt, das Gesamtvermögen der Firma ohne Entschädigung enteignet. Doch schon am 3. September 1949 gründete man die Auto Union GmbH mit Sitz in Ingolstadt und einem großen Teil der ehemaligen Führungsmannschaft neu.
1958 übernahm dann die Daimler-Benz AG die Aktienmehrheit an der Auto Union GmbH. Sechs Jahre später kaufte VW die Werke in Ingolstadt und ließ die Marke Audi wieder auferstehen. Auch das Logo mit den vier Ringen wurde erneut verwendet. 1965 schließlich übernahm VW die Auto Union GmbH komplett. 1968 lief der erste Audi 100 vom Band, 1972 der erste Audi 80, die noch nach der alten Nomenklatur (nach PS-Zahl) benannt wurden.
Nach der Übernahme von NSU durch VW 1969 fusionierten diese mit der Auto Union und es entstand die Audi NSU Auto Union AG mit Sitz in Neckarsulm, die nun zwei Werke besaß. Der Slogan „Vorsprung durch Technik” wurde 1971 erstmals in der Werbung verwendet und ist bis heute aktuell geblieben. Er wurde quasi zu einem Synonym für Audi. Einige Jahre später verschwand der Markenname NSU ganz aus dem Programm und Audi firmierte seitdem nur noch unter dem Namen Audi AG.
1980 gelang Audi mit dem Audi quattro, einem sportlichen Coupé, eine innovative Neuerung. Dieser war mit einem permanenten Allradantrieb ausgestattet, was bis dato nur Geländewagen und Lkw vorbehalten war. Dieser Allradantrieb sorgte auch im Motorsport für weltweite Erfolge und fand nach und nach Einzug in die gesamte Audi Produktpalette.
Die Erweiterung der Produktpalette nach oben hier zur Oberklasse erreicht Audi 1988 mit dem V8, der 1994 vom Audi A8 abgelöst wird. Der Audi A8 wurde nach der Bundestagswahl 1998 sogar neues Kanzlerauto. Die neue Nomenklatur wurde nun auch auf die alten Modellreihen angewendet, so wandelte sich der Audi 80 in den A4 und der Audi 100 in den Audi A6. Mit dem Audi A3 stieg Audi 1996 erstmals in die Kompaktklasse ein.
1997 gründete Audi eine Fabrik in der ungarischen Stadt Györ und produziert seitdem dort den Audi TT, ein extravagantes Sportcoupé.
Heute verfügt die Audi AG über Produktionsstandorte in fünf Ländern auf 3 Kontinenten: Deutschland, Brasilien, China, Italien und Ungarn. Die heutige Produktpalette umfasst vor allem Automobile für die gehobene Nachfrage.