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Audi Roadster

Das Fahrwerk der ersten Generation

Wer sich einen Roadster von Audi wünscht, wird nicht um den TT in der Roadsterversion umhinkommen, da er das einzige Auto im Programm von Audi ist, das als zweisitziger Sportwagen in offener Bauweise konstruiert wurde. Ein Manko ist dies nicht, denn als der Audi TT im Jahr 1998 zum ersten Mal das Licht der Weltöffentlichkeit erblickte, wurde er sowohl von der Fachpresse wie auch vom Publikum mit Lob überschwemmt - was sich auch in den Verkaufszahlen zeigte: Kein anderes Fahrzeug wurde in den ersten Monaten nach Verkaufsstart so oft von jungen, erfolgreichen Erwachsenen gekauft wie der Audi TT in der Roadstervariante, weswegen es nicht verwundert, dass er international viele Preise und Auszeichnungen seitens der Fachpresse gewann. Neben einem Reihenvierzylinder mit einem Hubraum von knapp 1800 Kubikzentimetern, der je nach Modell zwischen 150 und 225 Pferdestärken auf die Vorderachse losließ, bot Audi auch ein Sechszylindermodell mit einem Hubraum von 3200 Kubikzentimetern an, das 250 PS auf alle vier Räder verteilte. Eigentlich hätte es nicht besser laufen können für Audi, denn sowohl der Motor, das Fahrwerk wie auch das Aufsehen erregende Design wussten zu begeistern - doch leider wurde das Glück jäh getrübt durch eine tragische Unfallserie, die kurz nach der Markteinführung des TT begann.

Nachdem Walter Röhlr, zweifacher Rallye-Weltmeister und bekennender Sportwagenfan, den Audi TT der ersten Generation kurz nach Markteinführung hat testen können, gab er in einem Interview mit dem NDR zu bedenken, dass der Wagen insgesamt zwar keinen schlechten Eindruck mache, aber das Fahrwerk sei für normale Menschen viel zu gefährlich, da es auf Lastwechsel zu sensibel reagiere. Die Prophezeiung von Walter Röhlr sollte sich im Folgenden auf tragische Weise bewahrheiten: Einige Monate nach Marktstart konnte aus der offiziellen Unfallstatistik des ADAC abgeleitet werden, dass unverhältnismäßig viele Fahrer des Audi Roadster in einen Unfall verwickelt waren. Audi nahm sich der Sache an und erkannte rasch das Problem: Der Grenzbereich des Fahrwerks war relativ eng, weswegen der Audi in schnell gefahrenen Kurven plötzlich von einem mustergültigen Fahrverhalten zu einem starken Übersteuern wechselte, was viele Normalverbraucher überraschte, mit der Folge, dass sie die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Eine Fehlabstimmung, die nicht nur für Blechschäden sorgte, sondern es kamen auch mehrere Menschen durch verheerende Unfälle zu Tode. Audi reagierte prompt und bot den Kunden an, gegen eine Selbstbeteiligung von 650 DM eine Stabilitätskontrolle nachzurüsten, welche ein sicheres Fahrverhalten garantierte.

Modellpflege des Audi TT Roadster

Zwischen 1998 und 2006 wurde der Roadster Audi annähernd ohne Veränderungen produziert, und trotz seiner anfänglichen Fahrwerksprobleme erfreute er sich bei der jungen Generation einer wachsenden Beliebtheit. In den ersten Jahren wurde größtenteils der turbobeatmete Vierzylindermotor mit 150 PS verkauft, welcher den Audi Roadster in 7,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigte, doch auch der leistungsstarke Quattro mit 250 PS fand viele Anhänger, welcher den Audi in knapp 6 Sekunden von 0 auf 100 km/h katapultierte. Im Frühjahr 2007 brachte Audi die zweite Generation des TT Roadsters auf den Markt: Am auffälligsten war die neu gestaltete, fließende Front, die einen Singleframe-Kühlergrill erhielt, welcher dem Roadster ein sportlicheres, moderneres Aussehen verlieh. Im Jahr 2010 spendierte Audi seinem TT ein weiteres Facelifting: Das Heck wurde überarbeitet, um dem Wagen ein etwas eleganteres Aussehen zu verleihen, die Frontscheinwerfer wurden dezenter gestylt und zu guter Letzt wurde aufgrund vielfacher Nachfragen auch ein Dieselmotor angeboten, welcher eine Leistung von 170 PS zur Verfügung stellte. Für ganz sportliche Fahrer wurde das leistungsstarke Modell TT RS auf den Markt gebracht, welches nicht nur mit einem agileren Fahrwerk überzeugen konnte, des Weiteren wurde die Motorleistung auf 360 PS angehoben, womit eine schwindelerregende Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als 4,4 Sekunden erreicht werden konnte.

Der Audi TT Roadster - ein beliebter Gebrauchtwagen

Aufgrund der hohen Verkaufszahlen werden heutzutage viele gebrauchte Audi TT angeboten - und dank der tadellosen Verarbeitung sind die meisten Gebrauchtwagen in einem sehr guten Zustand. Potentielle Käufer sollten jedoch darauf achten, dass der Audi über eine Stabilitätskontrolle verfügt, um sicher sein zu können, dass der Wagen auch im Grenzbereich für Normalverbraucher kein Risiko darstellt. Des Weiteren gilt das Stoffverdeck beim Roadster als Schwachstelle, denn das verwendete Material neigt dazu, sich aufgrund der Sonneneinstrahlung zu verfärben. Ein unansehnliches Stoffverdeck kann zwar im Fachbetrieb ausgetauscht werden, jedoch sind die Kosten dafür relativ hoch, weswegen dies bei der Preisverhandlung berücksichtigt werden muss.