Gebrauchte Opel Halbautomatik bei AutoScout24 finden

Opel Halbautomatik

Schaltung versus Automatik

Für viele US-Amerikaner war der europäische Hang zum Schaltgetriebe lange unverständlich. Allerdings darf man die prinzipiellen Probleme einer Automatik nicht unterschlagen. Der Schaltkomfort ist abhängig von der Leistung und dem Drehmoment. V8-Motoren mit fast litergroßen Zylindern liefern beides großzügig an die Automatik. Kleine Motoren mit wenig Drehmoment müssen ihre Anfahrschwäche mit hoher Drehzahl überwinden. Das führt zu unharmonischer Leistungsentfaltung und ruckeligen Schaltvorgängen. In Deutschland sind Vierzylindermotoren mit 1 bis 2 Liter Hubraum nach wie vor am häufigsten vorzufinden. Eine typische amerikanische Automatik hätte die Motoren überfordert und die Autos zu schwer gemacht.

Ein Kompromiss

Diverse Lösungsansätze waren Variationen eines Kompromisses wie die Halbautomatik bei Opel, die Olymat genannt wurde. Interessenten von Gebrauchtwagen mit der Opel Halbautomatik gibt es bei den P1/P2-Modellen Rekord/Rekord Olympia aus den 1950er und 60er Jahren. Das Getriebe wurde von Fichtel & Sachs dazugekauft und hieß dort Saxomat. Das tatsächliche Problem ist dabei weder das Schaltgetriebe noch die Automatik selbst, sondern die (lösbare) Kupplung. Sie muss den Kraftschluss zwischen Motor und Getriebe bei Bedarf (Gangwechsel) unterbrechen oder herstellen (Fahrt). Bei der Opel Halbautomatik ist hier eine fliehkraftgesteuerte Anfahr-Kupplung mit einer Gangwechsel-Kupplung kombiniert. Das kommt dem Prinzip des heute oft gewählten Doppelkupplungsgetriebes schon sehr nah.